63638

Massive Datenverluste durch Festplatten-Crashes

10.07.2008 | 18:11 Uhr |

Der Backup-Spezialist Carbonite hat durch Auswertung mehrerer Studien ermittelt, dass im Jahr 2008 weltweit 845 Petabyte (ein Petabyte entspricht einer Mio. Gigabyte) an Daten aufgrund von Festplatten-Crashes verloren gehen dürften.

Von dem Risiko solcher Verluste betroffen sind alle - vom Privatanwender bis hin zu Großunternehmen. Online-Backup-Lösungen können helfen, die Gefahr des Datenverlusts zu reduzieren. Speziell für Privatanwender und Kleinunternehmer bietet Carbonite ein entsprechendes Produkt an. Der Markt für derartige Lösungen lockt immer mehr Anbieter bis hin zu Großkonzernen.

"Bereits 2006 hat Kroll Ontrack bei einer Nutzerbefragung festgestellt, dass weltweit jeden Tag pro Minute etwa 2 Gigabyte privater Daten unwiederbringlich verloren gehen", warnt David Friend, Präsident und Chief Executive Officer bei Carbonite. Das globale Datenverlustpotenzial sei massiv. Aufgrund von IDC-Zahlen zum Festplattenverkauf im ersten Quartal dieses Jahres schätzt Carbonite, dass 2008 mehr als 6.500 Petabyte an Speicherkapazität ausgeliefert werden. Eine Studie der Carnegie Mellon University (CMU) aus dem Jahr 2007 wiederum habe jährliche Ausfallsraten von bis zu 13 Prozent ermittelt. So ergibt sich eine Abschätzung der Datenverlustrate von 845 PB im laufenden Jahr. Der CMU-Studie zufolge dürften die jährlichen Ausfallsraten bei neuen Platten zwar eher bei drei bis vier Prozent liegen, doch sind auch ältere Festplatten von Crashes betroffen und das laut CMU tendenziell stärker - ein Verlust von hunderten PB in diesem Jahr erscheint somit durchaus plausibel.

Eine Methode, wie sich Nutzer vor Datenverlusten durch Festplatten-Ausfälle schützen können, sind Online-Backups. Die in der DACH-Region von Globell vertriebene Online-Backup-Lösung Carbonite 3.6 für Windows richtet sich mit Einzelplatzlizenzen speziell an Privatanwender und kleine Unternehmen. Die neue Version der Software will dabei einen Umstieg von Windows XP auf Vista durch einen Datei-Migrationsassistenten erleichtern. "Da geht es um die bei XP und Vista unterschiedliche 'Eigene Dateien & Co'-Struktur, die Endusern oft nicht bekannt ist", heißt es seitens des Unternehmens gegenüber pressetext. Das Angebot soll beim Laden eines XP-Backups auf Vista Verwirrung von vornherein unterbinden. Auch unterstützt die Lösung nun mehr Formate, darunter ausführbare .exe-Dateien. Das Datenvolumen für Backups ist unbegrenzt, auch bei der kostenlosen 15-Tage-Testversion. Abonnements kosten je nach Vertragsdauer ab 3,75 Euro pro Monat.

Dauerhaft kostenlos, jedoch mit nur zwei Gigabyte Speicherplatz deutlich kapazitätsbegrenzt, ist das Einsteigerprodukt von Mozy . Die kostenpflichtige Privatanwender-Lösung MozyHome Unlimited bietet wie das Carbonite-Angebot unbegrenztes Speichervolumen und bewegt sich preislich in einem ähnlichen Bereich. Zusätzlich zur Windows-Version ist bei Mozy auch eine Mac-OS-X-Variante verfügbar. Mit MozyPro werden auch hier kleinere Unternehmenskunden betreut. Der Online-Backup-Markt lockt beständig neue Anbieter. Im Juni dieses Jahres ist etwa Backblaze in eine Private-Beta-Phase gestartet und verspricht ein umfassendes, erschwingliches Online-Backup. Auch Konzernriese Hewlett Packard setzt auf Online-Backups für Private und Kleinunternehmer: Mit Upline wurde im April dieses Jahres ein Angebot gestartet, das derzeit aber auf US-Kunden beschränkt ist. (pte)

0 Kommentare zu diesem Artikel
63638