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Gefälschte Aktientipps

Die Börsenaufsicht warnt vor falschen Aktientipps, die auf elektronischen Pinnwänden und in Chat-Räumen kursieren. Die Betrüger versuchten dadurch, bei Papieren, die sie vorher billig gekauft haben, Kursanstiege künstlich zu erzeugen.

Aktientipps angeblicher Experten im Internet haben die Börsenaufsicht alarmiert. Ihrer Ansicht nach kursieren auf elektronischen Pinnwänden und in Chat-Räumen zunehmend gefälschte Informationen über Unternehmen. Damit bestehe die Gefahr, dass unbedarfte Anleger Aktien dieser Firmen kaufen und damit den Kurs in die Höhe treiben, "während die Initiatoren ihre vorher zu Niedrigstpreisen gekauften Papiere mit saftigen Gewinnen abstoßen", so die hessische Börsenaufsicht.

Die Behörde rät zu mehr Skepsis bei angeblichen Anlage-Tipps und veröffentlicht ab sofort Warnhinweise auf ihrer Website. Nach deutschen Recht (Paragraph 88 Börsengesetz) "ist schon die Verbreitung von falschen Tatsachen, mit dem Ziel, Börsenpreise zu manipulieren, strafbar", heißt es dort. Zwar gebe es zurzeit für den Börsenplatz Frankfurt noch kaum Hinweise auf Manipulationen in großem Stil. Wegen der Entwicklung des Internets steige aber die Gefahr deutlich.

Wer nachweisen könne, dass er durch falsche Informationen in ein Börsengeschäft gelockt wurde, sollte sich an die Staatsanwaltschaft oder das Bundeskriminalamt wenden. Allerdings räumen die Börsenaufseher ein, "dass das Internet auf Grund seiner spezifischen Gegebenheiten einer systematischen Kontrolle schwer zugänglich ist". [dpa, sp]]

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