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Gefälscht: Mail warnt vor brennendem Mainboard

06.03.2002 | 11:08 Uhr |

Der Hardware-Hersteller Abit hat jetzt auf eine im Internet kursierende Mail reagiert, in der von einer Rückruf-Aktion der Hauptplatine "Abit BD-7 Raid" die Rede ist. In der gefälschten Mail ist davon die Rede, dass die Hauptplatine in Flammen aufgehen könne und es beim Anschließen an die Stromversorgung zu schweren oder gar tödlichen Verletzungen kommen könne.

Der Hardware-Hersteller Abit hat jetzt auf eine im Internet kursierende Mail reagiert, in der von einer Rückruf-Aktion der Hauptplatine "Abit BD-7 Raid" die Rede ist.

In der Mail berichtet der angebliche Abit-Mitarbeiter Steven Tyler von Problemen mit der Hauptplatine, die dazu führen könnten, dass diese in Flammen aufgeht. Seine Empfehlung: "Schließen Sie den Abit BD-7 Raid nicht an die Stromversorgung an, es könnte zu Verletzungen oder zum Tode führen."

Stattdessen empfiehlt der vermeintliche "Rückruf-Beauftragte" bei Abit, die Hauptplatine beim Händler oder bei Abit direkt zurückzugeben.

Die gefälschte Abit-Mail im Original-Text (Fehler wurden nicht korrigiert):

"Dear valued customer, we were recently notified of your purchase of an Abit BD-7 RAID motherboard. Unfortunately the Abit BD-7 RAID motherboard in under recall for an abnormal rate of inflammability. Please DO NOT connect to the Abit BD-7 RAID to a power source of any kind as injury and or death may result.

Please contact the vendor from which you purchased the Abit BD-7 RAID motherboard and obtain an RMA number to return this item.

Have a nice day.

Steven Tyler, RecallSspecialist, ABIT US CORP, Recalls@abit.com"

Abit weist alle Empfänger dieser Mail in einer offiziellen Mitteilung darauf hin, dass diese Mail gefälscht ist.

Es gebe keine Rückruf-Aktion und alle Berichte darüber seien "absolut und komplett falsch". Außerdem betont Abit, dass es bei Abit niemals einen Mitarbeiter mit dem Namen Steven Tyler gegeben habe und auch sonst kein "Rückruf-Beaufttragten" bei Abit beschäftigt seien.

Die Mail-Adresse @abit.com, in der in der falschen Mitteilung hingewiesen wird, sei zudem auch keine Domain des Hardware-Herstellers. Abit will rechtliche Schritte gegen den Urheber der falschen Mail einleiten.

Virtuelle Nervensägen machen das Internet unsicher (PC-WELT Online, 19.01.2002)

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