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Gefährliche Malware auf kostenlosen Porno-Seiten

18.04.2013 | 06:13 Uhr |

Wissenschaftler haben herausgefunden: Das Risiko, sich auf einer Porno-Webseite Malware einzufangen, liegt bei einigen Seiten bei über 50 Prozent.

Wissenschaftler haben nun das belegt , was viele Internetnutzer schon befürchtet haben: Auf weltweit besonders stark frequentierten, kostenlosen Porno-Webseiten liegt das Risiko, sich mit Malware zu infizieren, bei über 50 Prozent. Mit Hilfe von Daten aus Googles Safe-Browsing-Diagnose-Tool errechnete Sicherheitsexperte Conrad Longmore dieses Risiko. Sein Ergebnis: Besucher der Seite Pornhub.com - Platz 63 der beliebtesten Porno-Webseiten - haben eine 53 prozentige Chance, sich über Werbeanzeigen mit Malware zu infizieren. Ein Sprecher von Pornhub kommentiert dazu: "Im Durchschnitt schaltet die Webseite rund 15,5 Milliarden Anzeigen pro Monat. Gemessen an dieser Traffic-Stärke werden Einzelfälle von Malware quasi sofort erkannt und protokolliert."

Auch auf Xhamster.com - Platz 46 in der Weltrangliste - besteht erhöhtes Malware-Risiko. 42 Prozent der Besucher geraten mit Schädlingen in Kontakt. Die Seiten-Betreiber sehen das Problem aber bei den Anzeigenkunden: "Selbst verlässliche Anzeigenkunden werden manchmal gehackt", erklärt ein Sprecher der Seite dem Fernseh-Sender BBC.

Von den insgesamt 21.253 Seiten, die per Google Safe Browsing in einem Zeitraum von 90 Tagen überprüft wurden, fielen beispielsweise allein auf Xhamster.com 1.067 Seiten mit Malware ab. Zum Vergleich: Facebook, die weltweit am häufigsten besuchte Seite, verzeichnete auf 818.788 geprüften Seiten nur 127 Malware-Funde. Auch auf YouTube entdeckte man bei 16.004.642 geprüften Seiten nur 348 Schädlinge.

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