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Gateway contra Musikindustrie

17.04.2002 | 11:13 Uhr |

Die Umsätze der Musikindustrie gehen stetig zurück, schuld seien Online-Piraterie und die Tatsache, dass CD-Brenner mittlerweile in nahezu jedem Rechner verbaut sind - dies meint zumindest die Recording Industry Association of America. Eine aggressive Kampagne von Gateway löste nun Streit zwischen den Unternehmen aus.

Die Umsätze der Musikindustrie gehen stetig zurück, schuld seien Online-Piraterie und die Tatsache, dass CD-Brenner mittlerweile in nahezu jedem Rechner verbaut sind - dies meint zumindest die Recording Industry Association of America (RIAA).

Gateway konterte die Vorwürfe mit einer aggressiven Kampagne: In einem Fernsehspot fährt Gateway-Chef Ted Waitt mit dem Unternehmens-Maskottchen (einer Holstein-Kuh) in einem Truck über einen US-Highway. Waitt legt eine CD ein und Kuh sowie Chef singen fröhlich mit. Fazit des Spots: "Wenn Sie diesen Song mögen, können Sie ihn gratis auf gateway.com herunterladen." Selbstverständlich kann der Song auch auf MP3-Player geladen werden, so Gateway weiter.

Der RIAA, in der unter anderem auch Disney und Universal vertreten sind, ist dieser Spot ein Dorn im Auge und sie spricht von "Desinformation". Ihrer Ansicht nach verdient die PC-Industrie über die Brenner-Verkäufe kräftig an der Online-Piraterie mit, während die Musikindustrie aufgrund der Piraterie ein Minus von zehn Prozent erleiden musste.

Die PC-Industrie solle vielmehr mit den Musiklabeln zusammenarbeiten, um einen wirkungsvollen Schutz gegen illegale Kopien zu entwickeln. Hilary Rosen, RIAA Präsidentin und CEO, meint jedoch, dass Gateway dies nicht wolle, da "es (Gateway, Anm. d. Red.) nicht dabei helfen würde, mehr Brenner zu verkaufen".

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