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Gartner: XP kann auch umweltfreundlich sein

02.04.2007 | 11:29 Uhr |

Strom sparen: Das geht auch mit Windows XP. Vista bietet neue Möglichkeiten, um den Energieverbrauch zu senken. Doch muss man wirklich auf das neue Betriebssystem umsteigen, um die Stromkosten herunterzufahren? Einem Analysten von Gartner zufolge wären Unternehmen gut damit beraten, zunächst nach Wegen zu suchen, ihre vorhandene Ausstattung umweltfreundlicher einzusetzen.

Anfang März hat Microsoft mit den positiven Ergebnissen eines Vista-Tests der in Großbritannien beheimateten PC Pro Labs auf das neue Betriebssystem aufmerksam gemacht. Im Kern ging es dabei darum, dass Vistas Energiesparoptionen die Kohlendioxid-Emissionen eines Unternehmes mit 200 PCs um 45 Tonnen jährlich senken könnten und das neue OS auch dabei helfen könnte, etwa 90 US-Dollar pro PC im Jahr an Stromkosten einzusparen.

"Bevor sie sich für ein teures Vista-Upgrade entscheiden, um Vorteile der Umwelt zuliebe zu erzielen, sollten Unternehmen einen wesentlich kleineren Betrag für ein breit angelegtes Weiterbildungs- und Trainingsprogramm aufwenden, um Mitarbeitern dafür zu sensibilisieren, warum Strom sparen so wichtig ist für ein Unternehmen", erklärte Gartner-Analyst Simon Mingay in einem Bericht.

"Unsere Untersuchungen haben gezeigt, dass die meisten Nutzer sehr positiv reagieren, wenn Weiterbildungen und Verhaltensänderungen Teil eines breit gefächterten Programms zum Sparen von Energie sind und die Kohlendioxid-Emssionen senken", so Mingay.

Dem Gartner-Anaylsten zufolge könnten Unternehmen die selben Einsparungen beziehungsweise Senkungen beim Stromverbrauch und Kohlendioxid-Emssionen mit XP-basierten Systemen erzielen, wenn sie Nutzern nur die Power-Management-Funktionen näher bringen würden. Dazu gehöre beispielsweise, dass PCs nach Feierabend heruntergefahren werden. Oder aber, wie Bildschirmschoner ausgeschaltet und Monitore nach mehr als 10-minütiger Inaktivität in den Bereitsschaftsmodus versetzt werden.

"Veränderungen bei Menschen und bei Prozessen sind schwieriger zu erreichen als Technologie-Änderungen, sind aber wesentlich tiefgreifender und haben Einfluss weit über ein Windows-Upgrade hinaus", sagt Mingay. Unternehmen sollten ein Upgrade auf Vista nicht allein wegen verbesserter Energiesparoptionen rechtfertigen.

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