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Windows Mobile ist vom Aussterben bedroht

Im Jahr 2015 wird es nur noch drei Handy-Betriebssysteme geben, schätzt das IT-Marktforschungsunternehmen Gartner. Symbian und Android dürften zu den Siegern gehören, aber für Windows Mobile sieht es nicht gut aus.

Windows Mobile ist vom Aussterben bedroht, schätzt das IT-Marktforschungsunternehmen Gartner . Im Jahr 2015 werde es nur noch drei Handy-Betriebssysteme geben, wobei die offenen Systeme sich keine Sorgen um ihre Zukunft machen müssten. Das sagte der Gartner-Analyst Nick Jones heute in einem Interview . Android und Symbian dürften bis 2010 zusammen 60 bis 70 Prozent des Marktes erobern, doch für das Microsoft-Betriebssystem könne bald alles zu spät sein.

Auch Apple und der Blackberry-Hersteller Research In Motion ( RIM ) können nach Einschätzung von Jones frohgemut in die Zukunft blicken. Die beiden Hersteller würden sich gerade eine Position im Privatkundengeschäft erarbeiten und verfügten außerdem über eigene Geräte. Das unterscheidet sie von Microsoft. Obwohl Windows Mobile auf 140 Smartphones läuft, steht es in der Verkaufsstatistik meistens nur auf dem vierten Platz. Microsoft möchte diese Vielfalt bald reduzieren, weil sie zu viel Aufwand verursacht. Wenn der Software-Hersteller sich auf wenige Geräte konzentrieren kann, lässt sich leichter ein Kassenschlager produzieren.

Microsoft muss sich beeilen, meint der Gartner-Analyst Nick Jones. Zwar habe Windows Mobile eine starke Stellung im Geschäftskundenbereich, aber der Softwaregigant müsse endlich bei den Privatkunden aufholen, weil dort das Geschäft viel größer ist. Die nächsten 18 Monate seien dabei entscheidend, sagt Jones. Wenn Microsoft dann keinen Erfolg hat, könnte es zu spät sein. Der Schlüssel zum Erfolg sei eine Mischung aus einem guten Betriebssystem, starker Akzeptanz bei den Nutzern und einer Reihe von Anwendungen.

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