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Gartner: Linux verdrängt kleinere Unix-Derivate

30.08.2002 | 15:46 Uhr |

Linux bereinigt die Unix-Szene , so die Experten des Marktforschungsunternehmens Gartner. Das Open Source-System soll aber den Prognosen zufolge erst in vier Jahren einen "signifikanten" Marktanteil bei den Server-Betriebssystemen erreichen. Allerdings nur unter der Voraussetzung, dass Microsofts .NET den Vormarsch von Linux nicht hemmt.

Das Marktforschungsunternehmen Gartner prognostiziert, Linux werde einen "signifikanten" Marktanteil bei den Server-Betriebssystemen erlangen, allerdings erst in vier Jahren. "2006 werden wir die ersten mittelgroßen und unternehmensweiten Linux-Installationen sehen", meint Gartner-Analyst Matthew Boon nach einem Bericht unserer Schwesterpublikation Computerwoche.

Bisher habe sich vor allem die Stimmung zugunsten des Open-Source-Betriebssystems verbessert, so Boon. Vor zwei Jahren habe Gartner bei einer Anwenderbefragung festgestellt, dass nur sehr wenige IT-Profis es Linux zutrauen, die Fähigkeiten anderer Betriebssysteme zu bekommen. Jetzt habe eine neue Umfrage ergeben, dass 40 Prozent der Meinung seien, Linux besitze diese Eigenschaften schon.

Der Effekt der Verbreitung von Linux wird laut Boon darin bestehen, dass es das Ende der vielen Unix-Derivate einläutet. Nur AIX von IBM, Solaris von Sun und HP-UX würden überdauern. "Aber Linux wird Unix insgesamt nicht viele Marktanteile wegnehmen." Vielmehr werde es den Durchmarsch von Windows-Systemen in weniger anspruchsvollen Umgebungen behindern. Boon: "Windows wird zulegen, aber nicht so stark wie es ohne Linux der Fall gewesen wäre." Eins jedoch könne die Verbreitung von Linux noch einmal bremsen: .Net.

Gates: .Net-Vision wird erst 2007 komplett (PC-WELT Online, 05.08.2002)

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