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Gartner: Instant Messaging und Präsenz werden immer wichtiger

22.06.2007 | 16:16 Uhr |

In fünf Jahren (Ende 2011) soll Instant Messaging für Nutzer in Unternehmen das Standardwerkzeug für Sprache, Video- und Text-Chat sein, glauben die Marktforscher von Gartner.

Das sollten Firmen in ihren kritischen Geschäftsprozessen berücksichtigen, falls noch nicht geschehen, rät Gartner: 95 Prozent aller Mitarbeiter in führenden globalen Organisationen werden aus Sicht der Auguren bis zum Jahr 2013 Instant Messaging (IM) als primäres Tool für Echtzeitkommunikation verwenden. Für den weltweiten Markt für Unternehmens-IM prognostiziert Gartner ein Wachstum von 267 Millionen Dollar im Jahr 2005 auf 688 Millionen Dollar bis 2010.

Bis zum Ende der Dekade sollen außerdem unternehmenstaugliche IM-Systeme die bislang noch häufig eingesetzten Consumer-Produkte ablösen. Gartner empfiehlt Firmen auch ausdrücklich den Einsatz von "Enterprise-Grade IM" von Anbietern wie IBM und Microsoft, um sicherzustellen, dass der Traffic sicher hinter der Firewall bleibt. Kontakte in öffentliche IM-Netze (AIM, Yahoo!, MSN) sollten über Sicherheitsdienste von Anbietern wie FaceTime, Aconix oder Symantec/IMLogic geschützt werden, so die Auguren (die zum Thema Skype in diesem Zusammenhang seltsamerweise kein Wort verlieren).

Instant Messaging werde einen ähnlichen Siegeszug in Unternehmen antreten wie einst E-Mail, erwartet Gartner. Allerdings werde es E-Mail als Kommunikationsmedium wohl nicht ablösen, sondern eher ergänzen. E-Mail biete derzeit auch noch entscheidende Vorteile, wenn es um das heikle Thema Archivierung gehe.

Einen besonderen Vorteil für die Echtzeitkommunikation biete Instant Messaging durch seine Präsenztechnik. Deren Vorteile seien derart überzeugend, dass sie bis zum Jahr 2012 auch separat und unabhängig von E-Mail und IM angeboten werde. Hersteller und Unternehmen sollten eine Echtzeitarchitektur mit Presence als Kernzutat entwickeln, empfiehlt Gartner-Analyst David Mario Smith: "Präsenz wird ihren Einfluss über IM hinaus entwickeln und zu einer essentiellen Quelle von Innovation für Unternehmensanwendungen der Zukunft werden". ( Computerwoche /cvi)

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