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Verbraucherschützer mahnen Apple ab

19.03.2012 | 19:20 Uhr |

Verbraucherschützer bemängeln Apples Werbung für die Zusatz-Garantie „Apple Care Protection“, bei der der Konzern anscheinen absichtlich auf Hinweise zur gesetzlichen Garantie verzichtet.

Der US-Konzern Apple ist mit seiner zusätzlichen Garantieverlängerung „Apple Care Protection Plan“ ins Visier der Verbraucherschützer geraten. Zusammen mit zehn europäischen Verbraucherorganisationen hat die Verbraucherzentrale Bundesverband eine Abmahnung gegen Apple erlassen. Der Vorwurf: Um seinen Kunden den „Apple Care Protection Plan“ schmackhaft zu machen und sie zu einem Kauf der Garantieverlängerung zu bewegen, verzichte Apple absichtlich auf einen Hinweis auf die gesetzliche Gewährleistung. Durch diese irreführende Werbung könnten viele Kunden glauben, das Apple-Angebot sei die einzige Möglichkeit, ihr Gerät gegen mögliche Schäden zu versichern.

Die gesetzliche Gewährleistung gilt in der EU jedoch auch unabhängig von der Herstellergarantie für mindestens zwei Jahre. Laut den Verbraucherschützern müssten Hersteller, die eine eigene Garantie anbieten, ihre Kunden auch auf die gesetzlichen Richtlinien hinweisen. Durch die Unterlassung eines entsprechenden Hinweises verstoße Apple den Angaben zufolge gegen das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb.

Händler-Tricks erkennen: Zusatzkosten durch Garantieverlängerung

Auch in Italien hatte Apple bereits Probleme mit seinem „Protection Plan“. Ebenfalls wegen unzureichender Aufklärung der Kunden, wurde dem Konzern dort im vergangenen Jahr eine Geldstrafe in Höhe von 900.000 Euro auferlegt. Apple hat im Falle der aktuellen Abmahnung noch bis zum 30. März 2012 Zeit, eine Unterlassungserklärung zu unterzeichnen.

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