11.11.2012, 13:02

Denise Bergert

Gaming

U.S. Navy SEALs wegen Geheimnisverrats in Medal of Honor abgestraft

©Electronic Arts

Aufgrund ihrer Beratertätigkeit bei der Entwicklung des Kriegsspiels Medal of Honor: Warfighter wurden sieben Mitglieder der Elite-Einheit U.S. Navy SEALs nun wegen Geheimnisverrats verurteilt.
Bei der Actionspiel-Reihe Medal of Honor bemühen sich Publisher Electronic Arts und Entwickler Danger Close um ein hohes Maß an Realismus. Dieser Anspruch wurde nun jedoch sieben Mitgliedern der US-Eliteinheit Navy SEALs zum Verhängnis. Die Soldaten von Team Six wurden im Frühjahr und Sommer 2012 für zwei Tage als Berater bei der Entwicklung von Medal ofHonor: Warfighter hinzugezogen. Um ein möglichst realistisches Bild der SEALs-Einsätze zu zeichnen, plauderten die Mitglieder der Einheit aus dem Nähkästchen. Die Erkenntnisse aus den Gesprächen ließ Publisher Electronic Arts unter anderem in ein Level einfließen, in dem Spieler somalische Piraten angreifen müssen.

Was sich als PR-Text gut auf der Verpackungsrückseite von Medal of Honor: Warfighter macht, scheint dem US-Verteidigungsministerium jedoch gar nicht zu schmecken. So wurde heute bekannt, dass die sieben ehemaligen Mitglieder von Team Six ohne Einwilligung der Behörde vertrauliche Details zu Taktiken und Einsätzen an Electronic Arts weitergegeben hätten. Aus diesem Grund wurde ein Disziplinarverfahren eröffnet, das unter anderem einen Tadel sowie Gehaltskürzungen für die SEALs zur Folge hatte. Ein entsprechender Akteneintrag dürfte sich zudem negativ auf spätere Beförderungen der Soldaten auswirken.
Welche Details genau von den sieben Beratern weitergegeben wurden, ist bislang noch unklar. Eine Stellungnahme seitens Publisher Electronic Arts steht ebenfalls noch aus.
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