Gaming

Molyneux und Microsoft stellen Wii-U-Konzept in Frage

Samstag, 09.06.2012 | 05:00 von Denise Bergert
© Nintendo
Entwickler-Legende Peter Molyneux und Microsofts Marketing Executive Yusuf Mehdi bezweifeln das „revolutionäre“ Konzept von Nintendos neuer Konsole.
Im Rahmen der E3 2012 hat Nintendo in dieser Woche die finale Version seiner Wii U vorgestellt. Außer überarbeiteten Analog-Sticks hat sich im Vergleich zu dem im Vorjahr gezeigten Prototypen nicht viel geändert, dennoch preist Nintendo den Wii-Nachfolger erneut als „Revolution“ an. Dass die neue Hardware tatsächlich an den Verkaufserfolg des Vorgängers anknüpfen kann, bezweifelt so mancher Branchen-Kenner.

So zeigt sich Entwickler-Legende Peter Molyneux im Interview mit Games Industry Deutschland noch unentschlossen. Er habe beobachtet, dass viele Spieler beim Ausprobieren der Wii U verwirrt gewesen seien, auf welchen Bildschirm sie denn nun schauen sollten. Das Beobachten beider Displays sei Molyneux' Meinung nach sehr fordernd. Damit stünde die Wii U im Kontrast zu Nintendos Wii-Konsole, die vor allem durch ihre Einsteigerfreundlichkeit neue Zielgruppen erschließen konnte.

Eine ähnliche Meinung vertritt auch Yusuf Mehdi, Marketing Executive bei Microsoft. In einem Interview mit VentureBeat erklärte er, dass die Konzentration auf zwei Bildschirme gleichzeitig, der Spielerfahrung teilweise nicht gerade zuträglich sei. Es bleibt abzuwarten, wie Nintendos Wii U bei den Endverbrauchern ankommt. Der Startschuss für den Verkauf fällt den Mutmaßungen zufolge zum Weihnachtsgeschäft 2012.

Samstag, 09.06.2012 | 05:00 von Denise Bergert
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