Gaming

Crytek will verstärkt auf Free-to-Play-Titel setzen

Dienstag, 12.06.2012 | 05:00 von Denise Bergert
Der deutsche Spiele-Entwickler Crytek zeigt mit Warface seinen ersten Free-to-Play-Titel und will auch in Zukunft verstärkt auf kostenlose Software-Modelle setzen.
Mit Warface hat Entwickler Crytek im Rahmen der diesjährigen E3 seinen ersten Free-to-Play-Titel vorgestellt. Dabei soll es jedoch nicht bleiben. Wie CEO Cevat Yerli im Interview mit Videogamer.com bestätigt, will die Software-Schmiede in Zukunft verstärkt auf kostenlose Gaming-Modelle setzen. „Als wir für Konsolen entwickelt haben wussten wir, dass die Zukunft online und in Free-to-Play liegt.“, so Yerli.

Derzeit sei Crytek damit beschäftigt, seine herkömmlichen Boxed-Produkte in den Free-to-Play-Bereich umzuschichten. Mit Warface wolle das Unternehmen zeigen, dass hochwertige Software auch mit einem kostenlosen Modell funktioniert. Beim Budget rechnet Crytek dabei immer noch mit 10 bis 30 Millionen US-Dollar. Abstriche bei der Qualität müssen Gamer also allem Anschein nach nicht befürchten.

Die Versuche anderer Publisher, mit kostenpflichtigen Zusatz-Inhalten und Premium-Diensten wie Call of Duty Elite, Einnahmen zu generieren, betrachtet Yerli kritisch. Seiner Meinung nach, werden Konsumenten mit derartigen Methoden geradezu „gemolken“.

Ob Cryteks neues Geschäftsmodell aufgeht, wird sich mit Warface zeigen. Das eigentliche Multiplayer-Online-Spiel ist kostenlos, zusätzliche Gebühren werden nur für spezielle Ingame-Gegenstände fällig. In Russland ist der Titel bereits erhältlich, konkrete Veröffentlichungstermin für Europa und die USA stehen bislang noch nicht fest.

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