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Gamestar: Spielehersteller nicht unschuldig an Raubkopierproblematik

08.05.2003 | 12:33 Uhr |

Wie die Film- und Musikindustrie kämpfen auch die PC-Spielehersteller gegen die immer größere Ausmaße annehmende Software-Piraterie. Die Produktion von hochwertigen PC-Spielen kostet mittlerweile Millionen-Summen, die durch nachlassende Absatzzahlen auf Grund illegaler Kopien oft nicht mehr eingespielt werden können. Doch ein erheblicher Teil des Raubkopie-Problems ist hausgemacht.

Wie die Film- und Musikindustrie kämpfen auch die PC-Spielehersteller gegen die immer größere Ausmaße annehmende Software-Piraterie. Die Produktion von hochwertigen PC-Spielen kostet mittlerweile Millionen-Summen, die durch nachlassende Absatzzahlen auf Grund illegaler Kopien oft nicht mehr eingespielt werden können. Doch ein erheblicher Teil des Raubkopie-Problems ist hausgemacht, meldet unsere Schwesterpublikation "Gamestar" .

So führt das Magazin die zum Teil massiv gestiegenen Preise aktueller Software-Titel an. Kostete vor zwei Jahren ein Spitzentitel wie "Diablo 2" beim Erscheinen noch rund 60 Mark, verlangen die Hersteller heute bis zu 50 oder mehr Euro für eine Neuerscheinung.

Die Hersteller begründen dies mit gestiegenen Produktionskosten. Ein fadenscheiniges Argument, urteilt "Gamestar", wenn doch gegenwärtig Verpackungen und Handbücher immer kleiner und dünner werden.

Spieleveteranen unter den Lesern werden sich noch wehmütig an die "gute alte Zeit" erinnern, in der die Hersteller neben dem Spiel noch allerlei Extras in die Schachtel packten. Neben (oft hochwertigen) gedruckten Anleitungen fanden sich beispielsweise bei Rollenspielen Stoffkarten der Spielumgebung, Kartenspiele, Pins oder Aufkleber, kleine Figuren, manchmal sogar ein T-Shirt. Auch die Verpackung konnte sich damals sehen lassen: Groß und aufwendig gestaltet.

Heute hingegen kommen PC-Spiele in (günstigen) DVD-Verpackungen, die vorteilhaft für die Händler sind, weil platzsparend, auf die Kundschaft aber eher lieblos wirken. Anleitungen finden sich - wenn überhaupt - meist nur noch im Mini-Format, Extra-Goodies fehlen gänzlich. Diese Minimalausstattung führt dann zu Ansichten wie dieser eines Raubkopierers gegenüber "Gamestar": "Wozu ein Spiel kaufen, wenn ich per Raubkopie genau dasselbe bekomme - eine CD in einer Plastikhülle."

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