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Leipziger Messe enttäuscht über Entscheidung

26.02.2008 | 14:42 Uhr |

Die Leipziger Messe hat mit Bedauern auf die Entscheidung des deutschen Bundesverbandes Interaktive Unterhaltungsindustrie (BIU) reagiert, die Games Convention in Leipzig nicht mehr unterstützen zu wollen und stattdessen eine Spielemesse in Köln zu befürworten.

Die Veranstalter der Games Convention weisen in einer offiziellen Mitteilung auf den Erfolg der Messe hin, die seit 2002 in Leipzig stattfindet und die eines der erfolgreichsten Neuprodukte auf dem deutschen und europäischen Messemarkt sei. "Wir hätten das Konzept der Games Convention sehr gern mit unserem langjährigen Partner, dem BIU, weiterentwickelt", sagte Wolfgang Marzin, Vorsitzender der Geschäftsführung der Leipziger Messe GmbH. Der Leipziger Messechef betonte, dass die Games Convention sich zu einer europäischen Leitmesse der Spieleindustrie entwickelt habe.

Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung bezeichnete die Entscheidung des BIU als "unverständlich". "Was die GC heute ist, ist sie durch und mit Leipzig. Wir können die Entscheidung des BIU nicht nachvollziehen", sagte Jung und fügte hinzu: "Wir sind auch über 2008 hinaus für eine GC oder die Rückkehr des BIU offen. Für Leipzig ist die Entscheidung des Verbandes ein herber Schlag."

Der sächsische Wirtschaftsminister Jurk bezeichnete die Entscheidung des BIU als einen "schlechten Tag für den Messestandort Deutschland". Die Investitionen des Freistaates Sachsen hätten dazu beigetragen, dass sich die GC - Games Convention zu einem internationalen Erfolgsprodukt entwickelt habe. "Es kann und darf nicht sein, dass öffentlich getragene Messegesellschaften in einen ruinösen Wettbewerb treten und sich Messen - auch durch Dumpingpreise - gegenseitig streitig machen", sagte Jurk.

Derweil bereitet sich Leipzig für die letzte Games Convention vor, die ab dem 21. bis 24. August 2008 zum siebten Mal stattfinden wird. Seit 2002 hatten sich die Besucherzahlen kontinuierlich von 80.000 auf zuletzt 185.000 Besucher und die Zahl der Aussteller von 166 auf über das Dreifache erhöht.

Kommentar: Bye, bye Games Convention in Leipzig. Ein Nachruf.

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