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Gameeconomy.de: Lukratives Geschäft mit virtuellen Gütern in World of Warcraft & Co.

26.07.2007 | 13:14 Uhr |

Die Verkauf von virtuellen Gütern für Online-Rollenspiele ist ein enorm lukrativer Markt. Davon kann auch die deutsche Website Gameeconomy.de ein Lied singen, die seit einiger Zeit ihre Dienste deutschsprachigen Spielern anbietet. Der Erfolg des Dienstes zeigt, dass durchaus ein Bedarf da ist, der gedeckt werden will.

Gameeconomy.de offeriert seine Dienste für alle gängigen Online-Rollenspiele. Dazu zählen neben World of Warcraft auch Final Fantasy XI, Guild Wars, Lineage II, Herr der Ringe Online und Eve Online. Die meisten Kunden zieht allerdings der Online-Rollenspiel-Primus World of Warcraft. Gegenüber der PC-WELT erläuterte Tatjana Brot, Marketing Manager der Intergames Entertainment GmbH, die die Website betreibt, dass 80 Prozent aller Kunden der Website virtuelle Güter für World of Warcraft erwerben.

Im Vordergrund steht dabei der Verkauf von virtuellem Gold. Wer nicht genügend Zeit hat, in World of Warcraft Geld mit dem Töten von Monstern oder dem Ausüben eines Berufs zu verdienen, der kann bei Gameecononmy.de wahlweise 500, 1000, 2000 und bis zu 7000 Stück Gold gegen echte Euro erwerben.

„Wir treten nur als Vermittler auf“, so Brot gegenüber der PC-WELT. Die eigentliche Arbeit, sprich das Sammeln und das Übergeben des Goldes übernehmen Dienstleister aus China. Diese wurden laut Angaben von Brot überprüft. Es sollen dort gute Arbeitsbedingungen herrschen und - darauf legt man Wert - keine Kinder die Arbeit verrichten.

Wie hoch die Kosten für virtuelles Gold sind, hängt vom gewünschten Spieleserver ab und das wiederum davon, wie viele Spieler dort spielen und wie streng gerade die Spieleentwickler von Blizzard den Verkauf von Gold verfolgen und ahnden. So kosten 500 Gold – je nach Server - um die 11 Euro und 7000 Gold sind für um die 140 bis 150 Euro erhältlich.

Dieses virtuelle Geld im Spiel zu verdienen, würde die Spieler unzählige Stunden oder gar Tage kosten. Da erstaunt es nicht, dass viele Anwender eine einfachere Methode suchen und den Dienst von Gameeconomy.de nutzen. Alternativ bietet die Website auch einen Powerleveling-Dienst an: Wer nicht die Zeit investieren möchte, einen virtuellen Charakter selbst hochzuleveln, der kauft sich einfach einen. Beispielspreis für einen menschlichen Krieger mit Level 70, voll ausgelernten zwei Hauptberufen, drei Nebenberufen und inklusive epischen Reittier: 722 Euro.

Rechnet man nun eine Spielzeit von um die 14 Tage, um einen solchen Charakter selbst zu erstellen, dann kommt man auf einen Stundenlohn von etwa 2 Euro. Kein Wunder, dass die Unternehmen, in denen die Arbeit geleistet wird, in China sitzen, wo die Stundenlöhne entsprechend niedrig sind. Wie viel davon beim chinesischen Dienstleister und wie viel bei Gameeconomy.de hängen bleibt, bleibt ein Geheimnis der beteiligten Parteien.

Tatjana Brot betont allerdings, dass ein reges Interesse am Kauf der virtuellen Güter besteht. „Wir haben Kunden im mittleren fünfstelligen Bereich“, so Brot. Davon erwerben rund 80 Prozent nur Güter für World of Warcraft . Auch viele Stammkunden gehören zum Klientel, die immer wieder regelmäßig virtuelles Gold erwerben und so im Spiel regelmäßig ihre Finanzen aufbessern - ohne zusätzliche Spielzeit investieren zu müssen. Und der Markt wächst und wächst. Allein der deutsche Dienst Gameeconomy.de verzeichnet im Vergleich zum Vorjahr einen Anstieg um 225 Prozent und erhöhte die Anzahl der Mitarbeiter von drei auf 12. Tendenz weiter steigend.

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