1253502

Galileo-Konsortium droht Auflösung

07.05.2007 | 08:59 Uhr |

EU-Verkehrskommissar Barrot will den Mitgliedsstaaten die Auflösung des Konsortiums und eine Neuausschreibung des Projekts vorschlagen.

Das prestigeträchtige europäische Satellitennavigationssystem Galileo , das dem amerikanischen GPS Konkurrenz machen soll, steht vor einem herben Rückschlag: Einem Bericht der Financial Times Deutschland zufolge plant die Europäische Union die Auflösung des Galileo-Konsortiums. Begründet wird der Schritt mit einer unklaren Aufgabenteilung innerhalb der Gesellschaft und dem fehlenden Handlungsspielraum des Chefs. Laut Verkehrskommissar Jacques Barrot werde dies der öffentlichen Hand insgesamt 3,4 Mrd. Euro kosten, wovon ein Teil bereits bezahlt sei. Die verbleibenden Kosten sollen sich auf 2,4 Mrd. Euro belaufen.

Statt dessen will die Kommission das Projekt öffentlich aufbauen und es nach Abschluss ggf. an einen privaten Betreiber übergeben. Dadurch soll sichergestellt werden, dass das Projekt durch die Beteiligung großer Konzerne nicht wieder zum politischen Spielball gerät. Wann Barrot den Vorschlag unterbreiten will, blieb offen. Der Vorschlag müsste dann von den EU-Verkehrsministern beraten werden.

0 Kommentare zu diesem Artikel
1253502