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GTA San Andreas: Senatorin Clinton will Untersuchung des Sex-Minispiels

14.07.2005 | 14:44 Uhr |

Das in GTA: San Andreas enthaltene und durch den Mod "Hot Coffee" freigeschaltete Sex-Minispiel entwickelt sich zum Politikum. Die New Yorker Senatorin Hillary Clinton will die Federal Trade Commission dazu auffordern, eine Untersuchung einzuleiten.

Das in GTA: San Andreas enthaltene und durch den Mod "Hot Coffee" freigeschaltete Sex-Minispiel entwickelt sich zum Politikum. Die New Yorker Senatorin Hillary Clinton will die Federal Trade Commission dazu auffordern, eine Untersuchung einzuleiten.

Senatorin Hillary Clinton will durch die Untersuchung laut einem Bericht der US-Spieleseite Gamespot feststellen lassen, wer genau für den Inhalt verantwortlich ist, der durch den Mod frei geschaltet wird. Offiziell hat Clinton bisher nur eine Pressekonferenz zu dem Thema angekündigt, wie für Kinder ungeeignete Elemente aus Videospielen herausgehalten werden können. Es wird allerdings erwartet, dass auf dieser Pressekonferenz die Einleitung einer Untersuchung des Falles GTA: San Andreas eingeleitet wird. Die Senatorin gilt als engagierte Kritikerin von Gewalt in den Medien.

Rockstar äußerte sich erstmals offiziell zu dem "Hot Coffee"-Mod und bezeichnet es als ein Werk von Hackern. Diesen sei es durch disassemblieren, verändern und recompilieren des Codes gelungen, den Inhalt des Quellcodes so zu ändern, dass das Mini-Sexspiel aktiviert wird. Rockstar Games wolle Schritte unternehmen, um die Verbreitung des Mods zu stoppen. Die Erklärung schließt mit der erneuten Beteuerung, dass Rockstar Games das Entertainment Software Ratings Board (ESRB) bei seinen Untersuchungen unterstützen wolle und glaube, dass das Rating "M" (für Spiele ab 17 Jahren) bestehen bleibe.

Der Entwickler des "Hot Coffee"-Mods, der Niederländer Patrick Wildenborg, hat mittlerweile ebenfalls ein Statement auf seiner Website veröffentlicht. Er beteuert, dass der gesamte Code schon auf den Original-DVDs enthalten war. Das gelte für alle Modelle, Dialoge und Stimmen. Das alles sei von Rockstar Games entwickelt worden. "Das einzige, was ich zu tun hatte, war, ein Bit in der Datei main.scm zu ändern", so Wildenborg. Freilich sei es schwierig gewesen, genau dieses Bit zu finden. Wildenborg räumt ein, dass es sich bei seinem Mod nicht um einen Cheat handelt. Auch sei das betreffende Sex-Minispiel kein im Spiel verstecktes Easteregg. Es sei eher im Spiel verbliebenes Material, das aus dem eigentlichen Spiel gestrichen worden war.

Pikantes Detail: Rockstar Games hätte schon vor der Veröffentlichung der PC-Version wissen müssen, dass die Modder das Minispiel entdecken. Bereits in der PS2-Version, die vor über einem halben Jahr erschienen war, gab es Berichte über dieses Sex-Minispiel. Umso einfacher war es dann, in der PC-Version die entsprechende Stelle im Code zu finden und zu ändern. Immerhin wird bei den Vorteilen der PC-Version gegenüber der PS-Version seitens Rockstar Games ausdrücklich hervorgehoben , dass diese "Player Modifications" unterstützt und Spielern die Möglichkeit bietet, ihre eigene Welt in San Andreas zu erstellen.

GTA San Andreas: Verstecktes Mini-Sexspiel sorgt für Ärger (PC-WELT Online, 11.07.2005)

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