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Anwalt Jack Thompson droht Entwicklern

19.09.2007 | 14:58 Uhr |

Die Veröffentlichung von Grand Theft Auto IV ist noch in weiter Ferne, da hat Anwalt Jack Thompson schon die Warnung ausgesprochen, die Veröffentlichung des Titels verhindern zu wollen. Der Anwalt hat sich den Kampf gegen Gewalt in Spielen auf die Fahne geschrieben und immer wieder mit Aktionen auf sich und sein Anliegen aufmerksam gemacht. Auch dieses Mal richtet sich sein Ärger gegen die Entwickler von Rockstar Games.

Der Anwalt Jack Thompson hat in einem Schreiben, das die US-Site Gamepolitics.com veröffentlicht hat, den Entwicklern von Grand Theft Auto IV vorgeworfen, eine Mission in dem Spiel integriert zu haben, die direkt auf seine Person anspielt und dazu auffordert, ihn zu töten.

Von der besagten Mission, die die erste im Spiel sein soll, die der Spieler zu absolvieren hat, hat Thompson in einem Bericht in einer Spielezeitschrift gelesen, wo den Redakteuren der Beginn von GTA IV vorgeführt wurde. Darin hieß es, dass der Spieler mit dem virtuellen Held in seiner ersten Mission zu einer Anwaltskanzlei muss und der Anwalt dort bei vorgehaltener Waffe äußert, dass dies die Kanzlei sei, die dem Motto „Waffen töten keine Menschen. Videospiele tun es“ folge.

Thompson ist der Ansicht, dass der im Spiel vorkommende Anwalt ihn darstellen soll. Daher fordert er die Entwickler auf, diese Mission aus dem Spiel zu entfernen. Wenn dies nicht bis Freitagnachmittag geschehe, will er „die notwendigen Schritte ergreifen, um die Veröffentlichung des Spiels verhindern“.

Den Entwicklern und dem Publisher wirft Thompson außerdem vor, auf ein tiefes Niveau gesunken zu sein und sogar nicht davor zurückschrecken, mittels einer solchen Mission in einem Spiel seine Sicherheit zu gefährden. Denn, so ist Thompson jedenfalls der Ansicht, Videospieler würden Spiele nachahmen und somit eventuell auf die Idee kommen, ihn umbringen zu wollen.

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