12948

GEZ-Gebühr auf PCs bringt 163 Millionen Euro

07.02.2006 | 16:41 Uhr |

Sie haben keinen Fernseher und kein Radio? Aber einen PC? Natürlich mit Internetzugang. Dann müssen Sie spätestens ab dem 1. Januar GEZ-Gebühren zahlen. Und damit 204 Euro ohne Gegenleistung abdrücken.

Ab dem 1. Januar 2007 ist es so weit: Für jeden internetfähigen Rechner – und für internetfähige Kleingeräte wie PDAs - kassiert die GEZ die volle TV-Gebühr von 17,03 Euro. Wenn man nachrechnet, kommt man auf die stolze Summe von 163 Millionen Euro, die das zusätzlich in die Kassen der allseits ungeliebten GEZ spült.

Die GEZ beschwichtigte zunächst, als von der GEZ-Gebühr für PCs die Rede war. Wer seinen Fernseher ohnehin schon angemeldet habe, müsse ja nichts zusätzlich zahlen. Doch spiegel.de macht eine Rechnung auf, nach der bereits im ersten Jahr 163 Millionen Euro an zusätzlichen Gebühren fällig werden. Dieses Geld fehlt Haushalten und Kleinunternehmen an Kaufkraft.

Denn Freiberufler müssen unter Umständen für den Büro-Rechner zahlen, fernsehfreie Haushalte fürs Web-Handy. In Deutschland gibt es laut Spiegel.de 800.000 Freiberufler. Diese Zahl multipliziert mit 17,03 Euro macht 13.624.000 Euro pro Monat und rund 163,5 Millionen Euro im Jahr. Und der einzelne Freiberufler darf - sofern er einen internetfähigen Büro-PC besitzt - 204,36 Euro zusätzlich bezahlen. Für nichts und wieder nichts. Selbst wenn nicht alle 800.000 Freiberufler einen PC mit Webzugang benötigen, im Großen und Ganzen dürfte diese Rechnung stimmen.

Stolperfalle für UMTS: GEZ will bei Handys kassieren

PC-WELT-Gewinnspiel für alle Forum-Nutzer: GEZ okay?

Adresserwerb der GEZ verfassungswidrig?

0 Kommentare zu diesem Artikel
12948