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GEMA-Gebühren für private Podcasts

24.07.2006 | 11:58 Uhr |

GEMA bittet auch private Podcast-Verbreiter zur Kasse.

Das Produzieren von Radio- und Videoinhalten, die über das Internet verbreitet werden, wird immer beliebter. Das so genannten Podcasting wird besonders von nicht kommerziellen Anbietern gnutzt. Ein Problem bei diesem Hobby kann sich aber dann ergeben, wenn das Urheberrecht nicht beachtet wird und geschützte Multimediadaten (auch nur kurze Sequenzen) verbreitet werden. An dieser Stelle wird die Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte (GEMA) aufmerksam und bittet zur Kasse.

Um den Urheber zu schützen, hat die GEMA ein vorläufiges Modell zur Lizensierung von Podcast-Inhalten veröffentlicht. Die Vergütungssätze werden je nach Nutzung und Intensität berechnet. So gelten diese Kosten, die zwischen 5 und 30 Euro liegen, nur für die Podcasts, die keinen Gewinn erzielen. Sie dürfen dann aber nur einmal am Tag einen maximal 30-minütigen Beitrag veröffentlichen. Individuelle Tarife wurden von der GEMA für gewerbliche Podcasts eingerichtet.

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