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Malware-Sintflut bricht alle Rekorde

02.07.2008 | 13:47 Uhr |

In den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres registrierten die G DATA Security Labs mehr als 318.000 neue Malware-Kreationen. Das ist mehr Schadcode als im gesamten Rekordjahr 2007. Doch für eine spezielle Nutzergruppe gibt es trotzdem Entwarnung.

Die Malware-Industrie hat G Data zufolge ordentlich aufgerüstet und überschwemmt das Internet seit Jahresbeginn mit einer regelrechten Malware-Flut. Demnach brechen auf Windows-Anwender täglich 1500 neue Schädlinge herein. In den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres registrierten die G DATA Security Labs mehr als 318.000 neue Malware-Kreationen - mehr Schadcode als im gesamten Rekordjahr 2007. Bei einer gleichbleibend hohen Zuwachsrate würde dies bis Ende 2008 einen Anstieg um nahezu 500 Prozent bedeuten, wie die Sicherheitsexperten hochrechnen.

Die Mehrzahl der neuen Schädlinge sind auf den Diebstahl von Anwender-Daten spezialisiert, wie z. B. Online-Banking-Daten, Kreditkarten-Informationen oder Zugangsdaten zu Online-Spielen. Durch Backdoors, die Hintertüren installieren, gelingt es den Angreifern, die komplette Kontrolle über den Rechner zu übernehmen und weiteren Schadcode einzupflegen bzw. den PC als Zombie in Botnetze einzubinden. Es ist daher nicht verwunderlich, dass diese Schadcode-Typen unangefochten die Top Five mit 75.027 Neuzugängen anführt.

Entwarnung gibt es hingegen für Besitzer von Smartphones . Die prognostizierte Gefahr für diese Geräte hat sich als Marketing-Luftblase herausgestellt. Im gleichen Zeitraum tauchten lediglich 41 neue Viren auf. Online-Kriminelle betrachten Smartphones weiterhin nicht als lukrative Einnahmequellen.

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