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"Malware Report 2007" zeigt neue Schadsoftware-Trends

17.01.2008 | 15:19 Uhr |

Auf einen Rekordwert ist die Anzahl neuer Schadsoftware im Jahr 2007 gestiegen. Im "Malware Report 2007" ist die Rede von 133.253 Schädlingen, im Vorjahr waren es nur 39.670 neue Schadanwendungen.

Die gefährlichen Programme gehören unterschiedlichen Klassen an und aus ihrer Verteilung lässt sich ein Trend für die in diesem Jahr zu erwartenden Sicherheitsprobleme ablesen. Der Report belegt, dass 2007 vor allem Nutzer von Online-Spielen ins Ziel der Kriminellen geraten sind. Sie wurden vor allem Opfer von Passwort-Dieben und sollten auch in Zukunft auf der Hut sein.

Obwohl im Vorfeld eine Schädlingswelle für Smartphones (Mobiltelefon mit PDA-Funktionen) erwartet worden war, konnten die Besitzer solcher Geräte im vergangenen Jahr aufatmen. Nur 22 Schädlinge sind bekannt geworden, von denen einige sogar halblegale Tools sind, mit denen besorgte Eltern ihre Kinder oder eifersüchtige Ehegatten ihre Partner ausspionieren können. Es ist davon auszugehen, dass Smartphones in diesem Jahr weiterhin überwiegend von Schadsoftware-Attacken verschont bleiben dürften.

Auf die starke Verbreitung von USB-Sticks und externen Festplatten führt es der Report unter anderem zurück, dass klassische Viren 2007 ein Revival erlebt haben. Waren sie in den Vorjahren noch rückläufig, verzeichneten sie im vergangenen Jahr einen Zuwachs von 507 Prozent. Sie sind darauf ausgelegt, sich über infizierte Dateien, die weitergegeben werden, zu verbreiten und finden in den mobilen Speichermedien ideale "Transportmittel".

Bei den Trojanern setzen die Entwickler von Schadsoftware nicht mehr auf Beständigkeit. 2007 gerieten sehr viele "Wegwerf-Trojaner" in Umlauf, die nur einmal eingesetzt werden. Auch für 2008 ist dies zu erwarten. Zudem prophezeit G Data einen Anstieg der Angriffe auf MacOSX und Windows Vista. Beide Betriebssysteme werden die kritische Marke von zehn Prozent Marktanteil voraussichtlich überschreiten und sind somit für Cyber-Kriminelle attraktiv.

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