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Fußball gewinnt für KI-Forscher immer mehr an Bedeutung

01.04.2007 | 13:19 Uhr |

Fußball ist seit vielen Jahren ein beliebter Forschungsbereich für Künstliche Intelligenz (KI). In den Zukunftsvisionen der Forscher sollen im Jahre 2050 Roboter auf zwei Beinen nach den offiziellen Fifa-Regeln gegen den zukünftigen amtierenden Weltmeister spielen und gewinnen.

Ab April zeigt das Museum für Kommunikation Berlin in der Ausstellung "Die Roboter kommen! Mensch - Maschine - Kommunikation" Robotermodelle von gestern und heute. Dazu zählen Exponate aus Kultur- und Technikgeschichte, Kunstwerke sowie die neueste Robotertechnik.

Die KI-Forschung hat es sich zum Ziel gesetzt, Roboter zu erschaffen, die zusammen mit Menschen handeln können. „Technologien, die sich im Versuchsfeld Fußball bewähren, haben gute Aussichten, auch in anderen Einsatzfeldern wie Haushalt, Büro, Fabrik oder auf anderen Planeten eine gute Figur zu machen“, bestätigt Ubbo Visser, Chef des Organisationskomitees der Robo-Cup-WM 2006, am Informatik-Zentrum Bremen.

Die aktuellen Roboter-Modelle kommen ihrem menschlichen Vorbild immer näher. In den vergangenen Wochen wurde in den USA ein Roboter vorgestellt, der dem menschlichen Gehen aufgrund von Gleichgewichtssensoren schon sehr nahe kommt. In Anlehnung an menschliche Muskeln, sorgen flexible Verbindungsstücke dafür, dass der Roboter auch bei Stößen nicht aus dem Gleichgewicht gerät.

Speziell die Robotik aus dem Forschungsfeld der Künstlichen Intelligenz gilt weltweit als Zukunftsmarkt. „6,9 Mrd. Euro setzte allein die deutsche Roboterwirtschaft 2005 mit ihren Produkten um. Außerhalb der industriellen Fertigung gelten Serviceroboter als Wachstumsbereich", analysiert die Zeitschrift Technology Review .

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