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Furcht vor RIAA-Klagewelle - Verstärkte Löschaktivitäten bei Anwendern

06.11.2003 | 14:24 Uhr |

Mehr als eine Million Haushalte sollen im August ihre kompletten Datenbestände an Musikdateien von den Festplatten geputzt haben. Dies geht aus einem Bericht des Marktforschungsinstituts "The NPD Group". Die Marktforscher schreiben diesen Vorgang in allererster Linie der anhaltenden Anti-Raubkopien-Kampagne/Klagewelle der RIAA und der Berichterstattung in den Medien zu.

Mehr als eine Million Haushalte sollen im August ihre kompletten Datenbestände an Musikdateien von den Festplatten geputzt haben. Dies geht aus einem Bericht des Marktforschungsinstituts " The NPD Group ". Die Marktforscher schreiben diesen Vorgang in allererster Linie der anhaltenden Anti-Raubkopien-Kampagne/Klagewelle der RIAA und der Berichterstattung in den Medien zu.

Insgesamt sollen im August 1,4 Millionen Haushalte ihre Musikdateien gelöscht haben. Zum Vergleich: Im Mai 2003 - als die NPD Group - zum ersten Mal eine Erhebung durchführte, setzten sich 606.000 Haushalte an den PC und klickten auf Löschen. Interessant dabei: Etwa 80 Prozent der Anwender, die zur Löschaktion schritten, hatten weniger als 50 Dateien. Gerade mal 10 Prozent hatten über 200 Dateien.

Russ Crupnick, Vize Präsident der "The NPD Group", folgert aus diesem und weiteren Zahlenmaterial, dass die RIAA mit ihrer Klagewelle, die sich eigentlich gegen Tauschbörsen-Poweruser richtet, auch bei denjenigen mit wenigen Dateien Erfolg hat. "Die Nachricht, dass File Sharing (von kommerziell erhältlichen Musikstücken, Anm. d. Red.) illegal ist, dringt zu den Mainstream Comsumers durch", so Crupnick.

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