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Funktechnologien: Noch mehr Formate im Anmarsch

Wenn es um Standards für drahtlose Datenübertragung geht, wird es langsam unübersichtlich: Bluetooth, WLAN, UMTS oder GPRS - vom Verbraucher wird bereits jetzt einiges an Detailwissen verlangt. Und demnächst gesellen sich weitere Technologien wie Wimax, UWB und Zigbee hinzu. Allerdings ersetzen die neuen Technologien keinen der bisherigen Standards. Die Neuen dienen zumeist eigenen Zwecken - etwa der Vernetzung von Haushaltsgeräten.

In diese Kategorie fällt Zigbee. Der Name steht nicht nur für einen neuen technischen Standard, sondern auch für eine Allianz von Elektronikherstellern wie Motorola und Samsung. Die Technik verbindet zum Beispiel Haushaltsgeräte auf Strecken von 10 bis 75 Metern Länge und lässt sich deshalb für die Steuerung von Beleuchtungsanlagen verwenden, heißt es bei der Zigbee Alliance .

Die Chips könnten aber auch in Fernbedienungen, Computermäuse oder Sicherheitssysteme eingebaut werden. Gefunkt wird in den Frequenzbereichen 868 Megahertz (MHz), 915 MHz und 2,4 Gigahertz (GHz). Die Übertragungsrate soll bis zu 250 Kilobits pro Sekunde (kBit/s) betragen.

Die gleichen Anwendungen wie Zigbee soll Nanonet bedienen. Nanonet biete jedoch eine höhere Reichweite und sei weniger störungsanfällig als Zigbee, sagt Christian Buck vom Hersteller Nanotron in Berlin. Die Chips senden und empfangen ihre Signale auf dem 2,4-Gigahertz-Band. Unter freiem Himmel beträgt die Reichweite bis zu 900 Metern. "Im Gebäude sind es rund 60 Meter." Produkte mit Nanonet-Technologie erwartet Buck in der zweiten Jahreshälfte.

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