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Funk-Datenübertragung mit 100Gbit pro Sekunde geglückz

15.10.2013 | 20:05 Uhr |

Forschern des Karlsruher Instituts für Technologie ist es gelungen, eine drahtlose Datenübertragung mit 100 Gigabit pro Sekunde zu erschaffen: Ein neuer Weltrekord.

In Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer Institut für Angewandte Festkörperphysik IAF gelang es dem KIT, im Labor eine Konstellation zu erzeugen, mit der eine drahtlose Datenübertragung von 100 Gigabit pro Sekunde geglückt ist. Wie Cnet berichtet, seien ein photonisches Verfahren zur Erzeugung der Funksignale am Sender, sowie eine vollintegrierte elektronische Schaltung am Empfänger wesentlich für den hohen Datendurchsatz.

Bereits im Mai dieses Jahres hatte das KIT in einem anderen Experiment eine Übertragungsgeschwindigkeit von 40 Gigabit pro Sekunde erreicht und damit einen neuen Weltrekord aufgestellt. Im jetzigen Experiment konnte diieser Wert nochmals mehr als verdoppelt werden. Allerdings muss man dazu sagen, dass die Datenübertragung im Mai bereits über eine Distanz von rund einem Kilometer funktionierte. Die 100 Gigabit ließen sich nur über eine Entfernung von knapp 20 Metern im Labor übertragen.

Das Projekt Millilink, wie es am KIT genannt wird, arbeitet aktuell mit konventionellen Antennen. Laut Professir Thomas Zwick, Leiter des Instituts für Hochfrequenttechnik und Elektronik am KIT, soll der Einsatz künftig jedoch auch in Form eines kompakten Systems für den Indoor-Bereich möglich sein. Damit wäre es theoretisch möglich, innerhalb von 2 Sekunden den Inhalt einer Blu-ray Disk oder von 5 DVDs zwischen zwei Geräten zu übertragen. Millilink wurde vom Bundesministerium für Bildung und Forschung mit insgesamt zwei Millionen Euro bezuschusst. Ziel des Ganzen ist es am Ende, insbesondere ländliche Gebiete auch mit einem schnellen Internetzugang zu versorgen.

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