Für Webmin gibt es derzeit wohl keine andere Alternative, was die Administration eines Servers betrifft. Das Schöne an dieser Software ist die Unabhängigkeit von einer bestimmten Distribution. Sie können unterschiedliche Linux/Unix-Varianten mit einem einzigen Tool sehr effektiv und grafisch verwalten. Die Software enthält für alle Quasi-Standardkomponenten die entsprechenden Module, die zudem noch übersichtlich und verständlich strukturiert sind. Sie können damit sogar Ressourcen auf den Servern einsparen, indem Sie auf die Installation von X und Desktopmanagern verzichten. Das wiederum belastet den Rechner hinsichtlich der Prozessorauslastung und des Speicherbedarfs weniger. Der Aufwand, diese Software einmal zu testen, zahlt sich sicher aus. Erfahrenen Linux-Nutzern erleichtert Webmin die Arbeit ungemein. Anfänger hingegen verlieren die Angst im Umgang mit Linux, da sie sich wesentlich schneller zurechtfinden und schnell zu sichtbaren Ergebnissen kommen. Die Webmin-Entwickler bringen stetig neue Module, um die Software sinnvoll zu erweitern. Außerdem reagieren sie in der Regel schnell auf Änderungen und Neuerungen in der Open-Source-Welt.
Plesk als kommerzielle Alternative
Plesk (www.swsoft.com, ab 199 Euro) ist ein Admin-Werkzeugkasten, der für eine Vielzahl von Server-Einstellungen die passenden Tools unter einer übersichtlichen Web-Oberfläche bereit hält. Die Benutzerverwaltung ist in vier Gruppen arbeitet: Administrator, Kunden, Domainbesitzer und Mailbenutzer. Die mehrstufige Verwaltung von Webservern ist zwar die wichtigste Fähigkeit von Plesk, aber bei weitem nicht die einzige. Auch viele andere Server-Funktionen lassen sich mit Plesk komfortabel steuern. Von Backup bis VPN sind alle wichtigen Dienste enthalten.
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