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Für Digicam und Handy: Kodak entwickelt neuen Bildsensor

15.06.2007 | 11:09 Uhr |

Kodak hat einen neuen Bildsensor für Kameras und Handys entwickelt. Dieser soll besonders lichtempfindlich sein.

Kamerahersteller Eastman Kodak hat einen neuen Bildsensor für Kameras entwickelt. Laut Hersteller ist der Chip durch eine neue Aufbaumethode zwei- bis viermal lichtempfindlicher als herkömmliche Sensoren und braucht daher eine viel kürzere Belichtungszeit. Damit sollen selbst bei schwachem Licht gute, verwacklungsfreie Bilder entstehen. Außerdem mache diese Technik den Blitz nahezu überflüssig, so Kodak.

Aktuelle Bildsensoren basieren auf der Bayer-Matrix, benannt nach dem Kodak-Techniker Dr. Bryce Bayer. Diese Matrix besteht zu 50 Prozent aus grünen Pixeln und zu je 25 Prozent aus roten beziehungsweise blauen Bildpunkten. Kodaks neuer Sensor hat neben diesen drei farbigen Pixeln noch so genannte panchromatische oder "klare" Pixel. Sie nehmen das komplette Farbspektrum des Lichts auf, was den Sensor lichtempfindlicher macht. Die Software-Algorithmen, die die einzelnen Pixel in der Kamera zu Bildern zusammensetzen, sind dieser neuen Pixelmatrix angepasst. Dadurch soll die Kamera auch bei wenig Licht schnell arbeiten und kürzere Belichtungszeiten benötigen.

Kodaks neue Technologie lässt sich sowohl bei CMOS- als auch bei CCD-Sensoren anwenden. Derzeit entwickelt Kodak jedoch einen optimierten CMOS-Sensor für Digitalkameras und Handys. Er kommt voraussichtlich im ersten Quartal 2008 auf den Markt

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