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3D-Drucker in Desktop-Größe

17.10.2008 | 13:35 Uhr |

Der israelische 3D-Druck-Spezialist Objet Geometries hat mit dem Alaris 30 erstmals einen 3D-Drucker vorgestellt, der Platz auf einem Bürotisch findet.

Mithilfe von Photopolymeren verspricht er die Möglichkeit, originalgetreue Teile mit hohem Detailgrad, glatten Oberflächen und auch beweglichen Teilen herzustellen. "Der Alaris 30 wird Unternehmen die Möglichkeit bieten, ihre Wettbewerbsfähigkeit durch Nutzung modernster hausinterner Rapid-Prototyping-Technologie zu steigern", meint Adina Shorr, CEO von Objet Geometries . Insgesamt wird 3D-Druck immer leichter verfügbar. So hat Objet mittlerweile Konkurrenz von einem Online-Angebot bekommen.

Obwohl es sich um ein Desktop-Gerät handelt, verspricht der Objet-3D-Drucker eine Netto-Modellgröße von bis zu 29,4 mal 19,6 mal 15 Zentimetern. Objekte werden auf Basis von 3D-CAD-Dateien mit einer Auflösung von 600 mal 600 Dots per Inch aus 28 Mikrometer dicken Schichten von Photopolymeren aufgebaut. Dabei können laut Objet unter anderem Wände von nur 0,6 Millimetern Dicke, Hohlräume und feine Details wie beispielsweise klar lesbarer Text auf dem Objekt entstehen. Sogar kleine, bewegliche Teile sind laut Objet möglich. Die Genauigkeit der Modellherstellung liegt dem Unternehmen zufolge bei 0,1 bis 0,2 Millimetern. Um Zeit und Geld zu sparen, sei es auch möglich, statt einem großen Modell mehrere kleine gleichzeitig aufzubauen.

Gedacht ist der Alaris 30 besonders als Netzwerk-3D-Drucker für Unternehmen, deren Designer damit schnell Prototypen oder Modelle herstellen können. Zwar macht das Desktop-Modell die Technologie zugänglicher als große Standmodelle. Doch mit einem Preis von laut VentureBeat 40.000 Dollar ist der Alaris 30 immer noch eher ein High-End-Gerät. Das US-Unternehmen Desktop Factory bietet bereits für knapp 5.000 Dollar einen 3D-Drucker an (pressetext berichtete: http://pte.at/pte.mc?pte=070507025). Er erlaubt allerdings nur Modelle bis zu 12,5 mal 12,5 mal 12,5 Zentimetern Größe und der erwartete Preisverfall lässt bislang noch auf sich warten.

Für all jene, denen ein eigener 3D-Drucker damit nach wie vor zu teuer ist, ist das Phillips-Spinoff Shapeways einen Blick wert. Das im Juli in die Beta-Phase gestartete Angebot von Shapeways bietet Usern die Möglichkeit, ihre mit 3D-Modelliersoftware entworfenen Objekte via Internet hochzuladen und einen 3D-Druck zu bestellen. Sofern auf Basis des Entwurfs ein reales Modell hergestellt werden kann, stellt das Unternehmen eine Lieferung innerhalb von zehn Werktagen in Aussicht. Für die Fertigung stehen verschiedene Materialien zur Auswahl, darunter einige Photopolymere aus dem Hause Objet. Der genaue Preis eines Shapeways-3D-Drucks hängt vom Material und dem Volumen des Objekts ab. Er liegt dem Unternehmen zufolge durchschnittlich bei 50 bis 150 Dollar. (pte)

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