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Für AMDs Quad-Core-CPUs: Hauptplatine mit RD790-Chipsatz

06.06.2007 | 10:54 Uhr |

Auf dem Computex-Stand von Elitegroup spürten wir die erste Hauptplatine mit dem RD790-Chipsatz auf, den AMD für seinen ersten Vierkern-Prozessor Phenom konzipiert hat.

AMD ist dieses Jahr etwas spät dran: Ursprünglich sollte der Barcelona-Prozessorkern - AMDs erste Quad-Core-Architektur - auf der Computex Premiere feiern. Mittlerweile hat sich der Starttermin auf den Herbst 2007 verschoben. Trotzdem dürfen die Hauptplatinen-Hersteller schon ihre Modelle für den Vierkernprozessor Phenom zeigen. So auch Elitegroup:

Die Elitegroup KA4 MVP basiert auf der "Northbridge" RD790, die laut Datenblatt drei mechanische 16x-PCI-Express-Steckplätze ausführt (elektrisch: 16x, 16x, 4x). Auf dem von uns abgelichteten Prototypen der KA4 MVP sind allerdings vier 16x-PCI-Express-Steckplätze zu sehen, die bei Vollbestückung angeblich mit jeweils 8fachem Tempo arbeiten. Damit würden Sie die Mindestanforderungen für ATIs "Quad-Crossfire-Technik" erfüllen, die dieses Jahr noch vorgestellt werden soll.

Das Sockel-AM2+-Board weist aber noch andere Besonderheiten auf: Es unterstützt den DDR2-Speicher-Controller des Phenom, der mit einer effektiver Taktfrequenz von bis zu 1066 MHz arbeitet. Zudem kann die Elitegroup KA4 MVP mit dem Hypertransport-3-Hub der Barcelona-Architektur kommunizieren, das für bis zu 5200 Megatransfers/s ausgelegt ist.

Bei der KA4 MVP kommt noch die alte SB600-Southbridge zum Einsatz, die acht SATA-II- und eine PATA-Schnittstelle unterstützt. Die SATA-Ports erlauben den Raid-Betrieb in den Modi 0, 1, 0+1 sowie 5. Hinzu kommen Leitungen für bis zu zehn USB-2.0- sowie zwei Firewire-Anschlüsse.

Elitegroup will die KA4 MVP bereits im Juni auf den Markt bringen und nicht noch bis zur Premiere des Phenom ausharren. An sich kein Problem, schließlich kommt das AM2+-Board auch mit allen aktuellen AM2-Prozessoren klar. Laut Hersteller wird die Hauptplatine circa 200 Euro kosten.

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