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Fünf elementare Tipps gegen Online-Stalker

19.09.2014 | 09:42 Uhr |

Waren Sie schon einmal Opfer von Online-Stalking? In einer Umfrage haben 19% Ja gesagt. So schützen Sie sich!

Der deutsche Mail-Dienst TrashMail.com, der seinen Nutzern kostenlose Wegwerf-Mail-Adressen zur Verfügung stellt, hat in einer Umfrage die Frage gestellt: „Waren Sie schon mal Opfer von Online-Stalking?“ 247 Personen haben darauf geantwortet; fast jeder Fünfte (19 %) ist demnach online schon einmal belästigt worden. Die Umfrage fand im Zeitraum vom 02. bis 17. September 2014 auf der Internetseite von Trashmail.com statt.

Um sich gegen Web-Stalker zu schützen, rät TrashMail, sollte man möglichst wenig von sich preisgeben - also auch nicht seine echte E-Mail-Adresse. Der Wegwerf-Mail-Adressen-Anbieter gibt fünf Tipps gegen Online-Stalking:

  • Immer Pseudonyme wählen
    Besonders in sozialen Netzwerken sollte man niemals seinen echten Vor- und Nachnamen angeben, sondern einen Fantasienamen (z.B. einen Vor- und Nachnamen aus seiner Lieblingsserien) wählen, sagt TrashMail. Das erschwert freilich die Auffindbarkeit von alten Freunden. Kompromisslösung wäre es, einen ähnlich klingenden Namen oder nur den abgekürzten Namen zu wählen.

  • E-Mail-Adresse verschleiern
    Statt der echten E-Mail-Adresse immer eine wegwerfbare Weiterleitungsadresse angeben. TrashMail.com bietet beispielsweise sowohl einen kostenlosen als auch einen kostenpflichtigen Dienst an. In der kostenlosen Version hat die Wegwerf-Adresse eine Gültigkeit von einem Monat und erlaubt bis zu zehn Weiterleitungen an die echte E-Mail-Adresse. Um die Privatsphäre der Nutzer und die Sicherheit der eingegebenen Daten zu schützen, verwendet der Dienst ausschließlich das verschlüsselte Protokoll HTTPS. Neben TrashMail gibt es noch dutzende weiterer Anbieter, etwa Spamgourmet .

  • Nicht die echte Postadresse angeben
    Dieser Tipp sollte eigentlich selbstverständlich sein: Niemals die echte Postadresse angeben. Wenn die Eingabe einer Adresse nötig ist, sollte man hier allerdings eine Adresse wählen, die es auch tatsächlich gibt. Viele Anbieter überprüfen nämlich die Adresse auf ihre Gültigkeit. Sollte man durch die Eingabe einer falschen Adresse gegen die jeweilige AGB verstoßen, kann man auf eine Postfachadresse bei der Deutschen Post zurückgreifen. Dadurch ist die Identität ebenfalls verschleiert.

  • Telefonnummern von Prepaid-Anbietern verwenden
    Hat ein Stalker erst einmal die Telefonnummer seines Opfers, kann die Belästigung schlimme Ausmaße annehmen. Deshalb sollte man im Internet nie seine echte Telefonnummer angeben, sondern sich für diese Fälle eine Prepaid-Nummer besorgen. Bei einer Prepaid-Nummer ist zum einen die wahre Identität nicht herauszubekommen, zum anderen kann man die Nummer im Falle einer Belästigung auch einfach wieder kündigen. Noch einfacher: Gar keine Nummer angeben oder eine Fantasie-Nummer. In diesem Fall ist man natürlich auch nicht via Telefon erreichbar.

  • Fotos vermeiden
    Grundsätzlich ist es am besten, auf Fotos zu verzichten und auf keinen Fall Fotos von sich selbst ins Internet zu stellen. Wenn Fotos einmal nicht vermeidbar sind, sollte man aber zumindest darauf achten, dass niemand nachvollziehen kann, wo das Foto gemacht wurde und wer auf dem Foto zu sehen ist. Das heißt, dass bei dem Bild kein Name getaggt sein sollte und außerdem keine GPS-Koordinaten im Bild enthalten sind. Bei Fotos, die mit dem iPhone gemacht wurden, sind die GPS-Koordinaten zum Beispiel automatisch in der Bilddatei gespeichert. Hier sollte man dann vor der Online-Stellung auf jeden Fall die GPS-Koordinaten entfernen. Zum Beispiel mit Freeware.

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