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Fuel Cell: Steigt Microsoft in den Markt für tragbare Stromspender ein?

16.04.2007 | 12:47 Uhr |

Medis Technologies hat bekannt gegeben, mit Microsoft den ersten Abnehmer für seine kommerzielle Version der Fuel-Cell 24/7 gefunden zu haben. Mit der Auslieferung wurde vergangenen Freitag begonnen. Spekuliert werden darf nun, für welches Microsoft-Produkt das tragbare Aufladegerät eingesetzt werden soll.

Medis Technologies gehört zu einer Handvoll Unternehmen, die sich mit der Entwicklung von so genannten Fuel-Cells, also autonomen Aufladegeräten für kleinere, elektronische Geräte, beschäftigt. Kommerziell verfügbar sind solche Fuel-Cells für Endanwender bislang nicht, doch dies dürfte sich nun ändern. Denn Media Technologies hat nun mit Microsoft einen ersten Abnehmer für seine Fuel-Cell 24/7 gefunden. Erste Einheiten mit Microsoft-Logo wurden bereits ausgeliefert, wie Robert Lifton, CEO von Medis Technologies mitgeteilt hat. Wie viele Geräte Microsoft geordert hat, ist nicht bekannt.

"Dies ist ein historischer Moment für unser Unternehmen", so Lifton. "Er markiert den ersten, kommerziellen Verkauf unseres 24/7-Produkts und den wohl ersten Vertrag der Industrie in dieser Größenordnung für ein Fuel-Cell-Produkt für Endanwender."

Derzeit kann Medis Technologies laut Lifton pro Monat zwischen 20.000 und 30.000 24/7-Einheiten produzieren. Bis Ende Juni soll in Irland eine vollautomatische Produktionslinie fertig gestellt sein, deren Kapazität eine Million Einheiten pro Monat beträgt. Diese Fabrik wird von dem Unternehmen Celestica betrieben werden. Micosoft unterhält bereits Beziehungen zu Celestica, so gehört das Unternehmen zu den Produzenten der Xbox 360.

Wofür Microsoft die Fuel Cell einsetzen wird, ist nicht bekannt. Denkbar wäre aber, dass es als optionales Zubehör für den neuen Musikplayer Zune auf den Markt kommen wird. Alternativ könnte die Fuel Cell aber auch als eigenständige Lösung veröffentlicht werden, etwa als Ladegerät für Handys, PDAs oder MP3-Player.

Fuel Cells sind vor allem dann praktisch, wenn portable Geräte wie etwa Handys aufgeladen werden müssen, aber gerade keine Steckdose verfügbar ist. Dabei wird Elektrizität durch eine chemische Reaktion erzeugt, in der Regel kommt dabei Methanol zum Einsatz. Medis Technologies teilt hierzu lediglich mit, dass es eine proprietäre, alkalische Lösung für diesen Zweck entwickelt haben will. Je nach Menge der Lösung kann dabei eine bestimmte Menge Elektrizität erzeugt werden. Danach muss die Fuel Cell wieder neu befüllt werden. Zu beachten ist allerdings, dass es sich bei der hier beschriebenen Lösung von Medis Technologies um ein Gerät zum Aufladen anderer Geräte handelt. Weiter in der Entwicklung sind Fuel-Cell-Lösungen, die für den dauerhaften Betrieb eines Gerätes wie beispielsweise eines Handys oder eines Notebooks sorgen. Anstatt einen leeren Akku wieder aufzuladen, müsste man bei diesen Lösungen die Fuel Cell einfach neu betanken.

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