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Tipps für Weihnachten ohne Malware

24.11.2008 | 14:03 Uhr |

In der Vorweihnachtszeit sind Online-Kriminelle mit allerlei Tricks am Start, um beim Einkauf der Geschenke mitzuverdienen. Mit diesen Tipps vermeiden Sie sich beim Online-Shopping Malware einzufangen.

Auch für die Malware-Szene ist die Vorweihnachtszeit einer der heißen Phasen des Jahres - alle Jahre wieder. Der Antivirushersteller Trend Micro hat deshalb ein paar Tipps für ein von Malware ungetrübtes Weihnachtsfest zusammen gestellt, die wir noch um einige weitere Hinweise ergänzt haben. Die Fallen lauern etwa bei fingierten Grußkarten-Mails, vorgeblichen Spendenaufrufen oder bei Phishing-Angriffen. Die Täter sind vor allem hinter Kreditkartendaten und Anmeldeinformationen für das Online-Banking her.

Betriebssystem, Browser und Sicherheitslösung aktualisieren
Die wichtigste technische Maßnahme ist die Aktualisierung aller Software-Komponenten, die direkt oder indirekt zu mehr Online-Sicherheit beitragen können. Dazu gehört, dass Sie Windows mit den neuesten Sicherheits-Updates von Microsoft versorgen. Falls Sie den Internet Explorer benutzen, haben Sie den Browser damit auch schon auf dem neuesten Stand. Wenn Sie mit Firefox, Opera oder einem anderen Browser ins Web gehen, sollten Sie die neueste Version installieren.

Ihre Antivirus- und Firewall-Lösung aktualisiert sich normalerweise automatisch - überprüfen Sie, ob dies auch geschieht und ob Ihre Lizenz noch gültig ist. Führen Sie nach einer längeren Auszeit (etwa über die Feiertage) erst ein Update durch, bevor Sie Mails abrufen oder im Web surfen. Damit erreichen Sie, dass auch neue Malware erkannt wird. Die meisten Schädlinge sind heutzutage darauf angesetzt, Ihre Bank- und Kreditkartendaten auszuspionieren.

Social-Engineering-Tricks erkennen
Zu den Tricks, mit denen Online-Kriminelle arbeiten, gehören falsche Weihnachtsgrüße, fragwürdige Spendenaufrufe oder vorgeblich tolle Shopping-Tipps. Absender sind meist unbekannte Personen - seien Sie hier also besonders aufmerksam. Ignorieren Sie solche Mails und klicken Sie nicht auf die Links in solchen Mails.

Verdächtige Websites meiden
Prüfen Sie beim Weihnachts-Shopping im Netz die Seriosität eines Anbieters, bevor Sie Ihre Bank- oder Kreditkartendaten eingeben. Schauen Sie zum Beispiel auf die Kontaktdaten des Anbieters: sind die Angaben vollständig oder ist nur eine Postfachadresse angegeben? Suchen Sie nach Erfahrungsberichten anderer Kunden mit diesem Anbieter.

Auf Datenschutz achten
Bei seriösen Anbietern werden keine Mühe haben die Datenschutzbestimmungen zu finden. Sind solche Angaben zum Umgang mit den von Ihnen eingegeben Daten nicht oder schwer zu finden, profitieren womöglich auch Adressenhändler von Ihrem Einkauf. Achten Sie auch darauf, dass Ihre Daten verschlüsselt übertragen werden. Sie erkennen das etwa daran, dass die Web-Adresse mit "https" beginnt. Außerdem zeigen die meisten Browser dann ein gelbes Schlosssymbol an. Vorhandene Gütesiegel können auf die Einhaltung gewisser Sicherheitsstandards und deren Prüfung durch unabhängige Organisationen hinweisen.

Spenden Sie richtig
Wenn Sie zur Weihnachtszeit Ihre Brieftasche für Hilfsbedürftige öffnen, achten Sie darauf, dass die Empfänger Ihrer Spende das DZI-Spendensiegel des Deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen erhalten haben. In Österreich gibt es das Österreichische Spendengütesiegel , in der Schweiz das ZEWO-Gütesiegel . Dubiose Bettel-Mails aus Russland, die alle Jahre wieder von einem gewissen Valentin (oder auch von Olga und Elena) Spam-artig verschickt werden, sollten Sie ignorieren.

Nach dem Fest
Wenn nach der Bescherung ein neuer PC auf dem Schreibtisch steht, ist die Software darauf meist nicht auf dem aktuellen Stand und eine brauchbare Sicherheitslösung fehlt womöglich ganz. Bevor Sie den neuen Rechner ans Internet hängen, sollten Sie ihn deshalb mit einem aktuellen Schutzpaket versehen. Um etwa die Gratislösungen verschiedener Anbieter herunter zu laden, benutzen Sie am besten den meist noch vorhandenen Vorgänger des neuen Rechenknechts.

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