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Ergebnisse des McAfee Spam-Experiments

02.07.2008 | 16:12 Uhr |

Den ganzen April hindurch haben sich 50 Freiwillige aus zehn Ländern mit Spam bombardieren lassen und ihre Erlebnisse protokolliert. McAfee hat jetzt die Ergebnisse dieses Experiments veröffentlicht.

Unter dem Titel "S.P.A.M." (Spammed Persistently All Month) hat das Sicherheitsunternehmen McAfee im April ein Experiment durchgeführt, das Erkenntnisse über das Spam-Aufkommen geliefert hat. Dazu wurden 50 Freiwillige aus zehn Ländern (darunter Deutschland) mit neuen Mail-Adressen ausgestattet und haben sich überall dort im Web herum getrieben, wo man sonst besser nicht hin geht. Sie haben ihre Mail-Adresse hinterlassen, wo dies gefragt war und ihre Erlebnisse mit den daraufhin erhaltenen Werbe-Mails in Blogs protokolliert .

Die Teilnehmenden haben innerhalb dieser 30 Tage insgesamt über 104.000 Spam-Mails erhalten. Da ergibt im Durchschnitt knapp 2100 Mails pro Person, etwa 70 pro Tag. Die Männer haben mehr Mails erhalten als die Frauen, im Durchschnitt 76 zu 60 Mails am Tag. Die fünf deutschen Probanden haben die wenigsten Mails erhalten (2.331), die amerikanischen mit Abstand die meisten (23.233). Die Plätze 2 und 3 gehen an Brasilien (15.856) und Italien (15.610).

Der Posteingang bestand nicht nur aus mehr oder weniger harmlosen Werbe-Mails. Ein großer Teil der Mails waren Phishing-Angriffe, enthielten schädliche Anhänge oder Links zu gefährlichen Websites. Die Spammer passen sich immer mehr dem kulturellen und sozialen Umfeld ihrer feiner differenzierten Zielgruppen an. Immer mehr Spam wird in der Landessprache der Empfänger verfasst und nimmt Bezug auf regionale Ereignisse.

Das vorherrschende Thema der Spam-Mails war der Bereich Finanzen, vor allem unverlangte Kreditzusagen und Kreditkartenangebote. Gesundheit, vor allem Werbung für unseriöse Online-Apotheken, sowie pornografische Angebote und Gratisproben liegen gleichfalls weit vorn. Betrügerische Mails der so genannten Nigeria Connection sind ebenso unter den zehn häufigsten Themen.

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