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Freispruch für Mann, der Drohne mit Gewehr abschoss

28.10.2015 | 13:17 Uhr |

Ein US-Gericht hat einen Mann freigesprochen, der kürzlich eine Drohne über seinem Grundstück abgeschossen hatte.

Ein US-Amerikaner hatte sich Ende Juli durch durch eine Flugdrohne in seiner Privatsphäre verletzt gefühlt und diese dann mit einem Gewehr abgeschossen. Die Polizei verhaftete den Mann zunächst. Vor einem Gericht in Kentucky musste sich der Mann nun verantworten. Eigentlich wurde mit einer Strafe gerechnet, weil der Mann verbotenerweise ohne Not seine Schusswaffe innerhalb des Stadtgebiets eingesetzt hatte. Die zuständige Bezirksrichterin sprach den Mann allerdings laut US-Medienberichten frei und wies alle Vorwürfen gegen den Mann ab.

Die Richterin stellte in ihrer Urteilsbegründung fest, dass die Drohne tatsächlich in die Privatsphäre des Mannes eingedrungen sei und dieser daher das Recht dazu gehabt habe, sie zu erschießen. Zwei Zeugen hatten angegeben, der Quadcopter vom Typ Phantom 3 sei in einer Höhe unter der Baumlinie über dem Grundstück des Beschuldigten geflogen. Der Besitzer des Fluggeräts hatte dagegen vor Gericht per Video belegen wollen, dass das Fluggerät deutlich höher flog. Das Video wollte sich die Richterin allerdings erst gar nicht anschauen. Auch die von dem Gerät aufgezeichneten Flugdaten interessierten sie nicht.

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Der Drohnen-Besitzer zeigte sich gegenüber US-Medien schockiert über das Verhalten der Richterin und will nun eine Zivilklage gegen den Drohnen-Killer einreichen. Der Beschuldigte selbst zeigte sich erleichtert nach der zweistündigen Verhandlung. "Wurde das richtig behandelt, ich glaube nicht. Aber Gerechtigkeit ist letztendlich herausgekommen", sagte er und fügte hinzu: "Es war mein Recht, meine Familie und meinen Besitz zu schützen."

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