30.05.2010, 15:25

pte

Freescale

"Eine Tablet-Größe passt nicht jedem"

Der Chiphersteller Freescale hat in Zusammenarbeit mit dem Savannah College of Art and Design (SCAD) unterschiedliche Konzepte für zukünftige Mobil-PCs mit ARM-CPU erarbeitet.
Dabei setzt das Unternehmen insbesondere auf Tablet-Designs und eine große Produktvielfalt. "Eine Tablet-Größe passt nicht jedem", erklärt Glen Burchers, Freescale Director of Global Consumer Segment Marketing, im Unternehmensblog. Die erarbeiteten Ideen sollen daher den speziellen Anforderungen unterschiedlicher Nutzergruppen gerecht werden. Freescale zählte 2009 zu den Unternehmen, die sich auch für ARM-basierte Mininotebooks stark gemacht haben. Davon eher abzugehen ist aber wohl sinnvoll. "Wir glauben nicht, dass solche Geräte besonders erfolgreich sein werden", meint Bob O'Donnell, IDC
Vice President Clients and Displays, gegenüber pressetext. Das Problem sind die Nutzererwartungen. "Der Markt und unsere Forschungen zeigen, dass Kunden, die Clamshell-Mininotebooks kaufen, Windows wollen", erklärt der Analyst. Auf ARM-Prozessoren läuft das vom Desktop vertraute Betriebssystem aber nicht.
Bei Tablets ist die Situation nicht zuletzt dank Apple eine völlig andere. "Geräte wie das iPad oder Media-Tablets mit Android werden eine wesentlich erfolgreichere Alternative sein und ARM-basierten Mininotebooks praktisch jegliches Marktpotenzial abgraben", sagt O'Donnell. Windows-Netbooks dagegen werde es trotz des ARM-Tablet-Drucks weiterhin geben, doch sei auch in diesem Marksegment mit einem Rückgang der Zuwachsraten zu rechnen.
Jedenfalls ist es sinnvoll, wie Freescale speziell Tablet-Designs zu studieren. Unter anderem haben sich das Unternehmen und SCAD dabei mit Stundenten befasst, die Kunst und Musik lieben. Diese Zielgruppe legt Wert auf ein Produkt, das einen Mehrwert für andere Elektronikprodukte schafft, die sie bereits besitzen, so Burchert. Die entsprechende Idee ist ein Tablet mit verschiedenen Docks für unterschiedliche Anwendungen. Diese erstrecken sich vom einfachen Aufsteller bis hin zum geradezu professionellen Audio-Dock für Hobby-DJs, das beispielsweise auch analoge Audio-Ausgänge bietet.
Insgesamt hat Freescale mit dem SCAD Konzepte für neun verschiedene Nutzergruppen entwickelt, die derzeit nach und nach vorgestellt werden. Dazu zählt auch ein Tablet-Design, das merklich an andere Konzepte für E-Reader der nächsten Generation erinnert. Aber nicht alle Geräte sind tastaturlos. Ein Konzept zielt auf Zwölf- bis 14-Jährige ab, bei denen laut Studie portable Konsolen sehr beliebt sind. Hier wird auf Gamepad-artiger Steuertasten an den Seiten eines Keyboards gesetzt. Ob diese oder andere Freescale-SCAD-Ideen tatsächlich als Produkte umgesetzt werden, bleibt abzuwarten.
(pte)
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