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Freenet senkt DSL-Preise (vorerst)

29.08.2006 | 12:25 Uhr |

Die Deutsche Telekom plant bekanntlich eine Preis- und Angebotsoffensive. Darauf muss die Konkurrenz reagieren. Genau das hat Freenet gemacht und seine zunächst nur für September gültigen, neuen DSL-Tarife vorgestellt.

Der Hamburger Internet-Dienstleister Freenet hat sein neues Tarifmodell für DSL-Verbindungen vorgestellt. Die neuen Preise gelten zunächst nur für September 2006.

Der Tarif Basicspeed beinhaltet einen 2000er-DSL-Anschluss sowie eine DSL-Flatrate für monatlich 16,99 Euro (bisher verlangte Freenet für diese Angebot 19,90 Euro). Der einmalige Bereitstellungspreis beträgt 19,90 Euro.

Beim Paket Highspeed gibt es einen 6000er-Anschluss samt DSL-Flatrate für 19,99 Euro (bisher 24,90 Euro). Und für Ultraspeed mit bis zu 16.000 Kilobit pro Sekunde inklusive Flatrate verlangt Freenet 24,99 Euro pro Monat (29,90 Euro kostet die Deluxe-Lösung fürs Breitbandsurfen bis jetzt bei Freenet). Bei diesen beiden Tarifen kassiert Freenet keinen Bereitstellungspreis. Hinweis: Die Abbildung links zeigt das bis Ende August gültige Preismodell.

Der T-Com-Telefonanschluss ist bei allen Paketen Voraussetzung, die Mindestvertragslaufzeit beträgt 24 Monate. Es ist also nicht möglich, den normalen T-Com-Telefonanschluss durch die Freenet-DSL-Telefonflat (siehe unten) zu ersetzen.

Wie gehabt gilt für die oben genannten drei Tarife eine wichtige Einschränkung: Die Tarife sind nur in 40 deutschen Städten verfügbar. Wer nicht in einem der so genannten City-Bereiche wohnt, muss zur DSL-Regio-Option greifen. Sie kostet pro Monat zusätzlich zu den oben genannten Preisen 4,99 Euro. Einen Verfügbarkeitscheck finden Interessierte unter www.cityflat.freenet.de . Die neuen DSL-Preise sind zunächst nur für September 2006 gültig, man kann aber davon ausgehen, dass die neuen Preise länger gültig bleiben, wenn es zu allgemeinen Preissenkungen bei den DSL-Tarifen der Internet-Dienstleister kommt.

Wie bisher schon kann man optional Internet-Telefonie dazu buchen. Mit der Freenet-DSL-Telefonflat sind Telefonate ins deutsche Festnetz in den ersten sechs Monaten nach Vertragsabschluss kostenlos. Ab dem 7. Monat kassiert Freenet pro Monat 9,99 Euro für die Telefon-Flat (Mindestvertragslaufzeit 24 Monate). Die Flat beinhaltet nicht nur Inlandsgespräche, sondern auch Festnetztelefonate nach Spanien, Frankreich, Italien, Großbritannien, die Niederlande, Österreich und Dänemark. Wer die DSL-Telefonflat zusammen mit einem der oben genannten DSL-Tarife bucht, bekommt eine Fritz!Box Fon WLAN 7170 kostenlos dazu (allerdings zuzüglich 9,90 Euro Versandkosten).

Andere DSL-Anbieter dürften auf Preissenkung von Freenet reagieren und nachziehen. Freenet ist beispielsweise drei Euro günstiger als das vergleichbare DSL-2000-Angebot von GMX . Das DSL-6000-Angebot von GMX unterbietet Freenet sogar um fünf Euro. Das kann der Münchner Internetdienstleiter kaum auf sich sitzen lassen.

Marc Kast von der Presseabteilung von GMX äußerte sich dazu gegenüber der PC-WELT folgendermaßen: "Unsere derzeitige Aktion mit der Freeflat für ganz Deutschland läuft am Donnerstag aus und wir kehren dann wieder zum alten Modell aus Stadt und Landtarifen zurück. Allerdings werden wir die Liste der Städte deutlich erweitern."

Wer also in den nächsten Wochen einen DSL-Anschluss neu beantragen möchte, sollte den Markt genau beobachten.

In diesem Zusammenhang stellt sich auch die Frage nach der Behandlung der Bestandskunden von Freenet und von den anderen Internet-Dienstleistern, sprich: Ob die Preissenkungen nachträglich auch für Kunden gelten, die bereits mit einem dieser Tarife unterwegs sind. Wir haben diesbezüglich bei Freenet nachgefragt, sobald uns Freenets Antwort erreicht, tragen wir diese hier nach.

Anders als Freenet beantwortete GMX unsere Frage nach der Behandlung der Bestandskunden sofort. Marc Kast von GMX äußerte sich so:

"Bestandskunden können bei uns generell nach Ablauf der Mindestvertragslaufzeit in die dann aktuell gültigen Tarife wechseln. Während der Mindestvertragslaufzeit ist ein Tarifwechsel nicht möglich."

Telekom-Chef Ricke plant Produktoffensive und Sparpaket (PC-WELT Online 28.08.2006)

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