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"Free-PC"-Firmen am Ende

Microworkz, einer der ersten Anbieter von über Werbung oder

Microworkz, einer der ersten Anbieter von über Werbung oder Internet-Verträge finanzierten PCs, hat dicht gemacht. Das berichtet der US-Dienst CNet.

Auch bei der Firma Free-PC wird es künftig keine kostenlosen PCs mehr geben. Das Unternehmen wurde von dem US-Billig-PC-Hersteller Emachines übernommen.

Microworkz hatte die Branche im März aufgewirbelt, als es Kunden, die einen Internet-Zugang bei seinem Partner EarthLink abschlossen, einen Rechner für 300 Dollar anbot. Die Folge war ein solcher Andrang, daß der Server zusammenbrach. Im Sommer kündigte Microworkz dann das Informationsgerät "iToaster" an, das gemeinsam mit AOL vermarktet werden sollte, allerdings nie auf den Markt kam.

Aber auch mit diverse Klagen von Verbrauchern war die Firma in die Schlagzeilen geraten. So sollen 95 Kunden ihren PC nach geleisteter Anmeldegebühr bis heute nicht erhalten haben. Auch der ehemalige Partner von Microworkz, der Internet-Provider Earthlink hat das Unternehmen verklagt.

Auch in Deutschland ist nicht sicher, ob sich das "Free-PC"-Konzept durchsetzt. Der Ruf der Anbieter hat bereits dicke Kratzer abbekommen, vor allem durch die Vorwürfe gegen die Berliner Firma Solution by Connecting (SBC). Sie hatte mit einem "nahezu kostenlosen PC" geworben. Nach Zahlung einer Anmeldegebühr von 39,90 Mark hatten die rund 3000 Kunden jedoch nichts mehr von SBC gehört.

Microworkz: Kostenloser Internet-Zugang (PC-WELT Online, 10.8.99)

Linux-BeOS-Rechner fuer AOL-Mitglieder (PC-WELT Online, 28.6.99)

299-Dollar-PC: Server bricht zusammen (PC-WELT Online, 18.3.99)

Neuer Marketing-Gag: Kostenlose PCs (PC-WELT Online, 13.2.99)

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