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Fraunhofer entwickelt Akku ohne Brandgefahr

11.04.2008 | 08:55 Uhr |

Die Würzburger Forschergruppe um Dr. Kai-Christian Möller, Gruppenleiter am ISC, verbannt die leicht brennbaren, organischen Elektrolyte aus Lithium-Ionen-Akkus.

Forschern des Fraunhofer-Instituts für Silicatforschung ISC in Würzburg ist es gelungen, die brennbaren organischen Elektrolyte in Lithium-Ionen-Akkus zu ersetzen. Statt dessen kommt jetzt ein nicht brennbares, formstabiles Polymer zum Einsatz. Darüber hinaus kann der Elektrolyt durch seine feste Substanz nicht auslaufen. So will man Bränden und Rückrufaktionen durch entflammte Akkus künftig aus dem Weg gehen. Das Polymer stammt aus der Stoffgruppe der Ormocere, eine Verbindung mit Silizium-Sauerstoffketten, die ein anorganisches Gerüst bilden, an dem organische Seitenketten hängen.

Einen Prototyp des neuen Lithium-Ionen-Akkus wollen die Forscher vom 21. bis 25. April auf der Hannover-Messe vorstellen. Bis der Energiespeicher jedoch in Notebooks, PDAs und Akkuschraubern eingesetzt wird, dürften allerdings noch 3 bis 5 Jahre vergehen. Bis dahin soll die Leitfähigkeit des Polymers verbessert werden, so dass der Akku möglichst viel Strom in möglichst kurzer Zeit abgeben bzw. aufnehmen kann. Dann könne er zusammen mit einem Kondensator durchaus der Bleibatterie im Auto Konkurrenz machen.

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