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Fraunhofer-Institut macht Schiedsrichter unfehlbar

14.10.2002 | 16:43 Uhr |

Abseits oder nicht? Fußball-Schiedsrichter sollen mit einem Sensorsystem des Fraunhofer-Instituts für Integrierte Schaltungen bald eine elektronische Entscheidungshilfe an die Hand bekommen. Derzeit werde das System, das mit Funksendern arbeitet, im Nürnberger Frankenstadion installiert.

Abseits oder nicht? Fußball-Schiedsrichter sollen mit einem Sensorsystem des Fraunhofer-Instituts für Integrierte Schaltungen (IIS) bald eine elektronische Entscheidungshilfe an die Hand bekommen. Derzeit werde das System, das mit Funksendern arbeitet, im Nürnberger Frankenstadion installiert. Das berichtet unsere Schwesterpublikation Tecchannel

In die bei Profispielen vorgeschriebenen Schienbeinschoner steckt das Fraunhofer IIS kleine, wenige Gramm leichte Sender. Einige hundertmal pro Sekunde sendet jeder Spieler so seine individuellen Mikrowellensignale. Der Chip im Ball soll viermal öfter seine Position durchgeben.

Am Rand des Spielfelds verteilt stehen laut Mitteilung des IIS bis zu zehn Empfangsantennen. Über Glasfaserkabel erreiche die Datenflut den zentralen Computer, der die Positionen aller Sender über eine mathematisch aufwändige Analyse der Signallaufzeiten auf Zentimeter genau berechne. Er vergleiche sie dann mit den Daten von Spielfeld und Tor.

Der Schiedsrichter erhält so von außen ein Signal und kann im Display einer Spezialarmbanduhr Begriffe wie "Tor", "Aus" oder "Abseits" ablesen.

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