94590

Fraunhofer IESE: "Assisted Living Labor" eröffnet

13.10.2006 | 14:05 Uhr |

Das in Kaiserslautern beheimatete Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering IESE hat diese Woche seinen zehnten Geburtstag gefeiert. Neben einem Festakt stand auch die Eröffnung eines neues Projekts an.

Das "Assisted Living Labor" des Fraunhofer IESE wurde diese Woche eröffnet - eine Wohnung mit Wohnzimmer, Schlafzimmer, Küche und Bad. Die Einrichtung ist aber alles andere als normal, es handelt sich um eine intelligenten Umgebung, jede Menge Sensorik ist mit an Bord. "Ambient-Intelligence-Technologie kann in Verbindung mit Assisted-Living-Lösungen pflegebedürftigen Menschen ein Stück Autonomie im eigenen Heim verschaffen", so Projektleiter Thomas Kleinberger. "Im Assisted Living Labor können wir jetzt zeigen, was heute bereits machbar ist."

Eine Tasse beispielsweise soll "erkennen" können, ob sie ausgetrunken wurde. Und der "mitdenkende Gehstock" erkennt und meldet, wenn sich seine Lage verändert - er beispielsweise zu Boden fällt.

Laut Institutsleiter Dieter Rombach ist die Assisted-Living-Forschung aufgrund der demographischen Entwicklung notwendig: "Die Menschen leben länger, die Alterspyramide verändert sich." Mit Hilfe des Projekts verfolgt man das Ziel, "ältere Menschen so lange wie möglich in ihrer gewohnten Umgebung wohnen zu lassen“. Die Technologie soll Bewohner kennen lernen und unterstützen.

Neben dem Institut ist auch die Technische Universität Kaiserslautern an der Ambient-Intelligence-Forschung beteiligt. Kooperationen mit der Wirtschaft laufen ebenfalls bereits an. Harald Orlamünder von der Alcatel SEL AG zufolge liegt Assistent Living dabei "absolut im Trend". Was die Marktreife angeht, sagt Projektleiter Thomas Kleinberger: "Nach Tests im Wohnlabor und Versuchsphasen in Seniorenheimen könnten in drei bis fünf Jahren bereits erste Prototypen in Zusammenarbeit mit der Industrie auf den Markt kommen."

0 Kommentare zu diesem Artikel
94590