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iPhone 3G eher nicht für Geschäftsleute geeignet

Die Fraunhofer ESK und Berlecon Research haben sich mit der Business-Tauglichkeit des iPhone 3G befasst. Die Forscher haben ein ernüchterndes Ergebnis: Probleme mit der PIM- und E-Mail-Synchronisation, dem Datentransport oder bei der Administration und Sicherheit machen das Smartphone für Unternehmen ungeeignet.

Wie Business-tauglich ist das iPhone 3G ? In dem Report " Das iPhone 2.0 im Unternehmenseinsatz " sind Berlecon Research und die Fraunhofer ESK (Einrichtung für Kommunikationstechnik) dieser Frage nachgegangen und kommen zu einem ernüchternden Ergebnis: Wegen zahlreicher Probleme, etwa mit der PIM- und E-Mail-Synchronisation, dem Datentransport oder bei der Administration und Sicherheit, ist das Smartphone besonders für Großunternehmen ungeeignet. Verglichen mit Blackberrys und Geräten mit Windows Mobile hat das Handy Nachholbedarf.

In dem Report wird das Fehlen einer Funktion für "Cut, Copy and Paste" bemängelt. Damit können Textabschnitte von einem Dokument in ein anderes kopiert werden. Nutzt ein Unternehmen statt Microsoft Exchange eher Lotus Domino oder GroupWise für die Synchronisation von E-Mails, Kontakten und Terminen, muss es auf eine Software-Lösung von einem Drittanbieter warten. Der BlackBerry Enterprise Server bedient dagegen neben MS Exchange auch Lotus Domino und GroupWise.

Außerdem kann das iPhone nicht problemlos als Datenträger verwendet werden, da auf dem Zielsystem eine Zusatz-Software installiert sein muss. Wer mit seinem Laptop Daten verschicken oder im Internet surfen möchte, muss weiterhin einen UMTS-Stick nutzen, denn das iPhone 3G kann trotz der schnellen Datenübertragung nicht als Modem eingesetzt werden. Ein großes Problem ist der Akku, der nur von Apple gewechselt werden kann. Vor allem Geschäftskunden, die häufig mit dem Handy telefonieren, müssen sich hier eine Lösung einfallen lassen.

Dem Report zufolge sehen auch Systemadministratoren den Einzug des iPhone 3G in den Geschäftsalltag kritisch. Die Funktionen und Dienste sind für die zentrale, unternehmensweite Administration nicht ausreichend. Unternehmen, die eine Blackberry-Infrastruktur für ihre Mitarbeiter betreiben und das iPhone 3G als Unternehmenshandy integrieren wollen, müssen parallel eine zweite Infrastruktur für die Administration aufbauen. Spätestens bei der Installation von Applikationen, die Dienste wie CRM oder die Sicherheit des Gerätes verbessern sollen, hält das iPhone 3G mit der Konkurrenz nicht mit. Hier fehlen Anwendungen und das Engagement von Drittherstellern. Diese warten noch ab, ob Apple die Geschäftskunden überzeugen kann.

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