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Frau gefeuert, weil sie Überwachungs-App löschte

13.05.2015 | 15:25 Uhr |

Eine Frau in den USA hat ihren Job verloren, weil sie auf ihrem Smartphone eine App ihres Arbeitsgebers gelöscht hat.

In den USA hat eine Frau ihren Job verloren, nachdem sie eine App auf ihrem Smartphone gelöscht hat, die ihre Bewegungen rund um die Uhr überwachte. Laut US-Medienberichten verpflichtet der Arbeitgeber alle seine Außendienst-Mitarbeiter, die betreffende App zu installieren, damit er jederzeit über ihren Standort informiert ist. Allerdings findet die Überwachung nicht nur während der Arbeitszeit statt, sondern auch in den Zeiten, in denen die Mitarbeiter in der Freizeit sind.

Das wollte sich die Frau aus Kalifornien nicht gefallen lassen und hat die App deinstalliert. Wenige Woche später beendete der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis mit ihr.

Die Frau hat gegen diese Kündigung vor Gericht eine Beschwerde eingereicht. Dieser ist unter anderem zu entnehmen, dass der Arbeitgeber sich durchaus darüber bewusst war, seine Mitarbeiter auch außerhalb der Arbeitszeiten zu überwachen. Die Frau selbst erklärt, keinerlei Probleme mit der Überwachung während der Arbeitszeit gehabt zu haben, aber sich in der Freizeit wie eine Gefangene mit einer elektronischen Fußfessel gefühlt zu haben und aus diesem Grund schließlich die App deinstallierte.

Die betreffende App trägt den Namen Xora StreetSmart und stammt von Clicksoftware. Die GPS-App soll Arbeitgebern dabei helfen, die Arbeit von Außendienstmitarbeitern zu optimieren. Dazu wird die Position der Mitarbeiter auf einer Karte angezeigt. Allerdings wurde die App nicht zu dem Zweck entwickelt, Mitarbeiter rund um die Uhr zu überwachen. Empfohlen wird die App beim Start des Arbeitstages zu nutzen.

Die Frau wehrt sich gegen die Kündigung und verlangt nun einen Schadensersatz in Höhe von 500.000 US-Dollar.

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