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Hacker bringt Flash auf iPad mit Jailbreak

05.07.2010 | 12:18 Uhr |

Flash funktioniert durchaus auf dem iPad. Das hat jetzt der Hacker comex in einem Video bewiesen. Voraussetzung ist jedoch ein iPad mit Jailbreak und die Anwendung Frash.

Comex hat den Flash Player 10, der von Adobe für Android 2.2 veröffentlicht wurde, auf das iPad portiert. Dort läuft er mit Hilfe einer Virtualisierungsschicht direkt im Browser.

Der Multimedia-Standard von Adobe funktioniert auf den ersten Blick problemlos auf dem Apple-Tablet. Ruckler sind bei den zur Demonstration gezeigten Spielen nicht zu sehen. Selbst beim Zoomen mit den Fingern hakelt das iPad nicht. Auch komplett in Flash geschriebene Internetseiten und Musik-Player funktionieren nach Angaben der Kommentatoren des Youtube-Videos .

Frash ist aber noch in einem Experimental-Stadium, wie der Entwickler zugibt. Eine Installation wird nur erfahrenen Nutzern empfohlen, die mit der Kommandozeile unter Linux arbeiten können und einen iPad-Jailbreak nicht scheuen. Flash-Videos lassen sich nicht abspielen und die virtuelle Tastatur des iPad wird von den Spielen nicht erkannt. Wie Comex in den Kommentaren zu seinem Video sagt, sind die Schnittstellen zur Video-Dekodierung von Apple "ein Rätsel". Irgendwann soll aber eine leicht zu installierende Anwendung daraus werden.

Apple hat die Integration von Flash in seinen mobilen Geräten immer mit der Begründung verweigert, die Multimedia-Umgebung sei veraltet, zu ressourcenhungrig und würde den Akku schnell leeren. Außerdem ist Flash ein proprietärer Standard, den Apple niemals unterstützen würde, wie Unternehmenschef Steve Jobs in einem offenen Brief an Adobe erklärte. Der iPhone- und iPad-Hersteller favorisiert stattdessen HTML 5.

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