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Französische Regulierungsbehörde setzt Gebührensenkung durch

04.04.2006 | 17:14 Uhr |

Während hierzulande verstärkt auf den Wettbewerb zur Deregulierung der Märkte gesetzt wird, die offensichtlich durch das Aufkommen der Mobilfunk-Discounter erreicht wurde, vertraut man in Frankreich seit jeher auf den Eingriff des Staates. Obwohl auch in unserem Nachbarland immer mehr virtuelle Netzbetreiber den Wettbewerb verschärfen, lässt sich die französische Regulierungsbehörde für den Telekommunikationsmarkt ARCEP nicht davon abbringen, die Betreiber der französischen Mobilfunknetze zu einer Preissenkung der Vorleistungen um 24 Prozent zu drängen. Branchenkenner hatten diesen Schritt bereits seit längerem erwartet und warnten vor einer solchen Maßnahme.



Alleine 40 Prozent der Tarifsenkung will die Regulierungsbehörde bei Verbindungen vom Festnetz ins Mobilfunknetz durchsetzen, so dass die Nutzer im kommenden Jahr mit Einsparungen von mehr als 350 Millionen Euro rechnen können. Für die Netzbetreiber France Telecom, SFR und Bouygues Telecom bedeutet dies ab nächstem Jahr hingegen, Mindereinnahmen von geschätzten 900 Millionen Euro. Über weitere Tarifsenkungen will die ARCEP noch einmal in einem Jahr entscheiden.

Ähnliche Regulierungsmaßnahmen zu hoher Mobilfunk-Gebühren zeichnen sich ebenfalls seit längeren in der EU ab. Die EU-Kommission hatte die europäischen Netzbetreiber bereits mehrfach aufgrund ihrer zu Roaming-Gebühren verwarnt und mit entsprechenden gesetzlichen Schritten gedroht. Bislang ist es aber bei den Androhungen geblieben, immerhin stellt die Kommission seit Oktober einen Preisvergleich im Internet zur Verfügung, damit etwas Transparenz im Tarifdschungel geschaffen wird.

Mehr Informationen:
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