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Frankreich: 175.000 USB-Sticks mit Open-Source werden verschenkt

06.02.2007 | 17:33 Uhr |

Die Stadt Paris verschenkt zum kommenden Schuljahr 175.000 USB-Sticks mit Open-Source-Software für Windows an Schüler und Auszubildende.

Im nächsten Schuljahr bekommen 175.000 Schüler und Auszubildende des Großraums Paris (Ile-de-France) einen USB-Stick geschenkt. Auf dem Stick für die 15 und 16 Jahre alten Jugendlichen befindet sich ausgewählte Windows-kompatible Open-Source-Software wie Office-Suite, Internetbrowser, Mail-Programm, Chat-Client und Audio-/Video-Software. Am Betriebssystem selbst rütteln die Franzosen allerdings nicht.

Die Pariser Stadtväter wollen dem Nachwuchs damit eindringlich vor Augen führen, dass Software nicht immer von Microsoft kommen muss und welche Alternativen es zu Microsoft-Produkten gibt. Insgesamt geben die Franzosen 2,6 Millionen Euro für das Projekt aus.

Die genaue Softwareliste steht zwar noch nicht fest, vermutlich dürften sich aber Firefox, Thunderbird und Openoffice.org unter den Programmen befinden. Die endgültige Zusammensetzung der Software hängt von dem Unternehmen ab, das die Ausschreibung für die Lieferung des USB-Sticks gewinnt. In jedem Fall soll es sich aber ausschließlich um Open-Source handeln.

Außerdem sei der rechtliche Aspekt dieser Software nicht unwichtig. Denn die Open-Source-Software darf nach Belieben kopiert werden. Damit machen sich die Jugendlichen nicht strafbar, ganz anders, als wenn sie Raubkopien von geschützter kommerzieller Software untereinander tauschen würden. Tristan Nitot, Präsident von Mozilla Europa, fasst das treffend folgendermaßen zusammen: "Es ist besser das (die Open-Source-Software) zu kopieren als Microsoft Office. Denn es ist preiswerter und obendrein legal".

Sollte das Vorhaben auf Akzeptanz stoßen, so schließen die Verantwortlichen nicht aus, dass es im darauf folgenden Schul- und Ausbildungsjahr wiederholt werden könnte.

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