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iPhone-Produzent plant Preiserhöhung

Das iPhone und andere Hightech-Geräte könnten langfristig teurer werden, weil der chinesische Auftragsproduzent Foxconn seine Preise erhöht. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. In den vergangenen Tagen hatte Foxconn Lohnerhöhungen bewilligt, mit denen manche Arbeiter mehr als doppelt so viel Geld verdienen werden. Durch diesen Schritt will Foxconn einer Selbstmordwelle in seiner chinesischen Fabrik entgegenzuwirken.

Diesen Preisanstieg für seine Arbeitskräfte möchte der Auftragsfertiger nun an seine Kunden weitergeben, zu denen Elektronik-Hersteller wie Apple, Nokia, HP oder Dell gehören. Auf einem Aktionärstreffen in Hongkong sagten führende Foxconn-Manager, dass sie noch in diesem Monat eine Einigung über eine Preiserhöhungen erzielen möchten. Der Firmengründer Terry Gou gab gleichzeitig in Taipeh bekannt, wie er die erhöhten Kosten wieder einsparen möchte: Einige Teile der Produktion werden aus der Volksrepublik China abgezogen und von Robotern in Taiwan erledigt.

Erste Analysten warnen schon vor Lohnerhöhung, weil die Gewinnspanne von Foxconn hauchdünn ist. Die Aktie des Auftragsherstellers fiel in den vergangenen zwei Tagen um mehr als zehn Prozent. "Es ist unwahrscheinlich, dass Foxconn seine Kostensteigerung schnell an die Kunden weitergeben kann", sagt Chialin Lu von Macquarie Equities Research aus Taipeh, "aber langfristig wäre das vertretbar".

Für Firmen wie Apple oder HP sei eine Preiserhöhung kein Problem, erklärt Shaw Wu von Kaufman Bros, weil diese Unternehmen satte Gewinnspannen mit ihren Geräten erzielen. Davon können sie leicht etwas an Foxconn abgeben. Anderen Kunden wie Dell, Acer oder Lenovo fiele das schwerer, weil sie selbst nur geringe Margen erzielen. Diese Firmen könnten sich schnell von Foxconn abwenden und einfach bei Quanta, Compal oder Pegatron produzieren lassen.

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