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iPhone-5-Produktion von Streiks betroffen?

08.10.2012 | 10:45 Uhr |

Das Unternehmen Foxconn hat Berichte dementiert, laut denen in einem Werk, in dem das iPhone 5 produziert wird, gestreikt werden und daher die Produktion der Geräte gestört sei.

Das taiwanische Unternehmen Foxconn hat in einer Mitteilung Berichte zurückgewiesen, laut denen Arbeiter eines chinesischen Werks in den Streik getreten seien. Es habe zwar Störungen in der vergangenen Woche gegeben, die aber sehr schnell beseitigt worden seien. Dem wiederum widerspricht die US-Organisation China Labor Watch , die den Streik gemeldet hatte.

Laut China Labor Watch sollen Ende letzter Woche zwischen 3000 und 4000 Arbeiter in einem Foxconn-Werk in Zhengzhou in den Streik getreten sein und dadurch einige Produktionslinien des iPhone 5 zum Erliegen gebracht haben. Die Arbeiter hätten sich geweigert zur Arbeit anzutreten, nachdem die Qualitätskontrollen erhöht worden waren und die Arbeiter angewiesen worden waren, zur Arbeit zu erscheinen, obwohl seit dem chinesischen Nationalfeiertag am 1. Oktober für eine Woche in China die Arbeit ruhen sollte. 

Foxconn wiederum lässt verlauten, dass den betroffenen Mitarbeitern angeboten worden war, einen drei Mal höheren Stundenlohn zu erhalten, wenn sie freiwillig trotz der Feiertage zur Arbeit gehen würden. Demnach habe es zwar am 1. und 2. Oktober Probleme gegeben, um die man sich aber umgehend gekümmert habe, unter anderem mit zusätzlichen Mitarbeitern in den betroffenen Produktionslinien.

China Labor Watch behauptet außerdem, dass die erhöhten Qualitätskontrollen bei der Produktion des iPhone 5 zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen den zuständigen Kontrolleuren und den Arbeitern geführt hätten. Einige Verletzte mussten im Krankenhaus behandelt werden. Hintergrund soll die kratzanfällige Gehäuse-Rückseite des iPhone 5 sein. Das habe zu einer stärkeren Überwachung der Arbeiter geführt.

Laut China Labor Watch sollen alle in den Streik getretenen Arbeiter am Samstag wieder zurück zur Arbeit gekehrt sein. Am Sonntag gab die Organisation allerdings bekannt, dass Ende vergangener Woche rund 200 Mitarbeiter der Qualitätskontrolle ebenfalls in den Streik im Werk in Zhengzhou getreten sein sollen, um gegen den hohen Druck bei den Arbeitsbedingungen zu protestieren.

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