Foxconn

Ermittler melden "signifikante Probleme" bei chinesischen Apple-Zuliefern

Freitag den 30.03.2012 um 10:43 Uhr

von Panagiotis Kolokythas

FLA untersucht Foxconn-Werke in ChinaFoxconn
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Die unabhängige Fair Labor Association ist bei der Untersuchung von drei Werken des chinesischen Apple-Zulieferers Foxconn auf "signifikante Probleme" bei den Arbeitsbedingungen der Mitarbeiter gestoßen.
Die unabhängige Fair Labor Association (FLA), die sich weltweit für die Verbesserung von Arbeitsbedingungen einsetzt, hat einen Monat lang drei chinesische Werke des Apple-Zulieferers Foxconn untersucht und kritisiert in dem nun veröffentlichten Bericht die schlechten Arbeitsbedingungen. Foxconn hat in einer ersten Reaktion versprochen, die Arbeitsbedingungen verbessern zu wollen.

Die Mitarbeiter der FLA untersucht in den vergangenen Wochen insgesamt über 3000 Stunden lang die Arbeitsbedingungen in den drei Werken und befragten über 35.000 Foxconn-Mitarbeiter. Im Bericht kritisiert die FLA unter anderem, dass die Mitarbeiter mehr Stunden als gesetzlich vorgeschrieben arbeiten würden und das Foxconn mehr auf die Gesundheit und Sicherheit seiner Arbeiter achten müsste. In diesen Bereich will Foxconn jetzt auch nachbessern. Das versprach Foxconn jedenfalls der FLA.

Demnach will Foxconn verstärkt darauf achten, dass bei den Arbeitszeiten die von der chinesischen Regierung vorgeschriebenen und von der FLA empfohlenen Standards eingehalten werden. Außerdem sind neue Kompensationspakete für die Mitarbeiter geplant und es sollen neue Häuser und Kantinen gebaut werden. Zusätzlich hat Foxconn bereits eine neue Regel erlassen, nach der Abteilungsleiter und Arbeiter umgehend jeden Unfall melden müssen.

Apple hatte im Januar angekündigt, die FLA die Arbeitsbedingungen bei den chinesischen Zulieferern überprüfen zu lassen. Apple-Chef Tim Cook hatte im Februar vor Investoren erklärt, dass Apple seit jeher die Arbeitsbedingungen "sehr, sehr ernst" nehme.

Freitag den 30.03.2012 um 10:43 Uhr

von Panagiotis Kolokythas

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